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Nach TV-Dokumentation wehrt sich Ines Geipel gegen Vorwürfe

Nach TV-Dokumentation wehrt sich Ines Geipel gegen Vorwürfe
Ines Geipel, Vorsitzende des Vereins Doping-Opfer-Hilfe, spricht am Rednerpult. / Foto: Gregor Fischer/dpa/Archiv
Von: DieSachsen News

Die Publizistin und ehemalige DDR-Leistungssportlerin Ines Geipel hat sich nach Ausstrahlung einer MDR-Dokumentation gegen dort erhobene Vorwürfe gewehrt. «Der Film als Ganzes ist Verleumdung pur», sagte sie der «Sächsischen Zeitung» (Samstag). Sie sei in der Sendung als Hochstaplerin und Faktenfälscherin dargestellt worden. Der MDR hatte Versäumnisse eingeräumt. Demnach wäre es etwa «journalistisch geboten gewesen, Frau Geipel am Ende der Recherche mit einzelnen Aussagen der Protagonisten des Films zu konfrontieren», hatte der Sender vor etwa zweieinhalb Wochen mitgeteilt.

«Die Vorwürfe, die in Bezug auf meine Biografie da erhoben werden, sind in jedem Punkt gegenstandslos», sagte Geipel nun dem Blatt.

Die Dokumentation «Doping und Dichtung - Das schwierige Erbe des DDR-Sports» war Ende Januar im MDR-Fernsehen ausgestrahlt worden und ist noch in der ARD-Mediathek verfügbar. Darin wurde Geipel, die ehemalige Vorsitzende des Doping-Opfer-Hilfevereins, von einstigen Weggefährten kritisiert. Laut MDR ging es um «mutmaßliche persönliche Übersteigerungen und Verzerrungen Ines Geipels in Bezug auf ihre eigene Biografie sowie Ungereimtheiten in ihren Darstellungen über das systematische staatlich organisierte Dopingsystem im DDR-Sport».

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In einer Stellungnahme hatte der MDR zwar darauf hingewiesen, dass man Geipel frühzeitig für ein Interview angefragt und ihr damit Gelegenheit gegeben habe, sich im Film zu äußern. Der MDR räumte aber auch Fehler ein. Der Sender hat angekündigt, das Thema wieder aufzugreifen. Für die Folgeberichterstattung soll Ines Geipel erneut zum Gespräch eingeladen werden.

Ines Geipel, 1960 in Dresden geboren, studierte bis zu ihrer Flucht aus der DDR im Sommer 1989 Germanistik in Jena. Seit 1996 arbeitet sie als Schriftstellerin. Ende Februar 2023 erhielt sie den mit 10.000 Euro dotierten Erich-Loest-Preis. Die Medienstiftung der Sparkasse Leipzig bezeichnete sie als «engagierte und streitbare Stimme im Bemühen, die Wirkungsmechanismen von Diktaturen zu durchleuchten».

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