Die Publizistin und ehemalige DDR-Leistungssportlerin Ines Geipel hat sich nach Ausstrahlung einer MDR-Dokumentation gegen dort erhobene Vorwürfe gewehrt. «Der Film als Ganzes ist Verleumdung pur», sagte sie der «Sächsischen Zeitung» (Samstag). Sie sei in der Sendung als Hochstaplerin und Faktenfälscherin dargestellt worden. Der MDR hatte Versäumnisse eingeräumt. Demnach wäre es etwa «journalistisch geboten gewesen, Frau Geipel am Ende der Recherche mit einzelnen Aussagen der Protagonisten des Films zu konfrontieren», hatte der Sender vor etwa zweieinhalb Wochen mitgeteilt.
«Die Vorwürfe, die in Bezug auf meine Biografie da erhoben werden, sind in jedem Punkt gegenstandslos», sagte Geipel nun dem Blatt.
Die Dokumentation «Doping und Dichtung - Das schwierige Erbe des DDR-Sports» war Ende Januar im MDR-Fernsehen ausgestrahlt worden und ist noch in der ARD-Mediathek verfügbar. Darin wurde Geipel, die ehemalige Vorsitzende des Doping-Opfer-Hilfevereins, von einstigen Weggefährten kritisiert. Laut MDR ging es um «mutmaßliche persönliche Übersteigerungen und Verzerrungen Ines Geipels in Bezug auf ihre eigene Biografie sowie Ungereimtheiten in ihren Darstellungen über das systematische staatlich organisierte Dopingsystem im DDR-Sport».