Im Deutschen Fußball-Bund (DFB) wird man sich auf eine neue Ansprache aus dem Fußball-Osten einstellen müssen. Mit Hermann Winkler wurde am Donnerstag der favorisierte Kandidat zum neuen kommissarischen Präsidenten und Nachfolger des im November verstorbenen Erwin Bugar gewählt. Winkler, Präsident des Sächsischen Fußball-Verbandes (SFV), gehörte in der Vergangenheit zu den lautstarken Kritikern verschiedener DFB-Entscheidungen. Nun sitzt er möglicherweise als Vizepräsident selbst im DFB-Präsidium. Voraussetzung ist, dass das DFB-Präsidium den Vorschlag des NOFV-Präsidiums annimmt und Winkler kooptiert.
Winkler setzte sich bei der Wahl in Rangsdorf bei Berlin bereits im ersten Wahlgang mit 8:3:3 Stimmen gegen NOFV-Schatzmeister Jens Cyrklaff (Brandenburg) und Berlins Fußball-Präsidenten Bernd Schultz durch. Die 14 anwesenden Stimmberechtigten gehören dem Präsidium des NOFV an oder sind Ausschussvorsitzende. Auf einem für 2022 geplanten ordentlichen NOFV-Kongress wird dann ein neuer Präsident von den Delegierten aller sechs Landesverbände gewählt.