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Karriere-Ende als Legende: Dynamo verabschiedet Kutschke

Karriere-Ende als Legende: Dynamo verabschiedet Kutschke
Die Fans im K-Block zeigen für Stefan Kutschke (Dynamo Dresden) zur Verabschiedung eine Choreographie. / Foto: Robert Michael/dpa
Von: DieSachsen News
Solch eine Abschiedszeremonie bekommen nur ganz Große. Stefan Kutschke war nicht nur Fußballer, sondern auch Integrationsfigur und das Gesicht eines ganzen Vereins.

Es gibt diese Momente im Fußball, da bleiben die wenigsten Augen trocken. Nicht die der Akteure, nicht die der Trainer und Betreuer, nicht die von tausenden Fans und auch nicht die der hartgesottenen Ultras. Solch einen Moment gab es bei der Verabschiedung von Stefan Kutschke. Der 37-Jährige beendete mit dem 2:1-Sieg seiner SG Dynamo Dresden gegen Holstein Kiel und dem damit verbundenen sicheren Klassenverbleib seine lange Karriere.

Fan-Choreographie, Umarmungen, Spalier von Kollegen und dem gesamten Staff, Laudatio, eine Kutschke-Rede und Stimmungsmacher im K-Block, feuchte Augen wohin man sah - es fehlte nichts in den bewegenden Augenblicken. Kutschke geht nach 189 Spielen und 54 Toren für Dynamo als Vereins-Legende, für viele als Held.

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«Dynamo Dresden - ein Leben lang»

Warum? Natürlich wegen seiner Leistungen auf dem Platz. Vielmehr aber wegen seines Auftretens auch abseits des Rasens. Kutschke, der 2015 zu Dynamo kam, war immer ehrlich, sagte seine Meinung, eckte nicht nur einmal an, hielt den Laden zusammen, wie es sein Kollege Robert Wagner treffend ausdrückte. Dynamos Ehrenspielführer Ralf Minge lobte: «Du hast dein Herz immer zu 100 Prozent auf dem Platz gelassen.» 

Dabei ging es Kutschke, der auch für den VfL Wolfsburg, RB Leipzig, den 1. FC Nürnberg, den FC Ingolstadt, den SC Paderborn und den SV Babelsberg kickte, nie um seine Person. Für ihn stand immer der Verein, das große Ganze an erster Stelle. Seine Abschluss-Worte verdeutlichen das: «Es war mir eine Ehre, hier spielen zu dürfen. Dynamo Dresden - ein Leben lang.»

An seine Mutter gewandt sagte Kutschke mit zittriger Stimme unter dem Jubel von 29.000 Fans: «Du hast mich hier im Winter 2015 mit Dynamo infiziert und gesagt: Bitte enttäusche mich nicht. Ich hoffe, das habe ich nicht.» Der Junge aus einem Plattenbau im Dresdner Stadtteil Johannstadt hat gezeigt, wie man eine Fußball-Legende und für viele Menschen ein Vorbild werden kann.

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