Sachsen-Monitor: Großteil der Menschen sieht Zukunft positiv
Die Sachsen bleiben mehrheitlich Optimisten. Nach den Zahlen des aktuellen «Sachsen-Monitors» sehen 61 Prozent der Befragten ihre persönliche Zukunft «eher optimistisch», 37 Prozent «eher pessimistisch». Bei der letzten Befragung 2023 lagen die Werte bei 63 beziehungsweise 36 Prozent. Staatskanzleichef Andreas Handschuh (parteilos) stellte das Zahlenwerk vor. Zuvor hatte sich das Kabinett damit befasst. Die eigene wirtschaftliche Situation wird von 6 Prozent (2023: 8 Prozent) der Befragten als «sehr gut» eingeschätzt; mit «eher gut» antworteten 61 Prozent – vor drei Jahren waren es noch 64 Prozent. Drei Prozent betrachten wie schon 2023 ihre eigene Lage als «sehr schlecht». Sinkende Werte gab es auch bei der Frage nach der Zukunft Sachsens. Vor drei Jahren hatten 55 Prozent mit «eher optimistisch» votiert, diesmal waren es nur noch 48 Prozent. Genauso viele antworteten mit «eher pessimistisch». Deutlich schlechter wird die allgemeine wirtschaftliche Lage im Freistaat eingeschätzt. Nur ein Prozent gab sie mit «sehr gut» an, von «eher gut» gingen 34 Prozent aus. 2023 lagen die Vergleichswerte bei drei beziehungsweise 50 Prozent. Nach Einschätzung von Handschuh sind die Sachsen weiter heimatverbunden und stolz auf ihr Land. 78 Prozent der Befragten stimmten voll oder eher der Aussage zu, dass Sachsen den Vergleich mit anderen Bundesländern nicht zu scheuen braucht. Allerdings ging die positive Einschätzung im Vergleich zu letzten Sachsen-Monitor um 4,3 Prozentpunkte zurück. Dass man auf das Erreichte stolz sein kann, stieß bei 85 Prozent auf Zustimmung. Als wichtigste Probleme wurden die wirtschaftliche Entwicklung und das Thema Arbeitsmarkt mit Jobs, Löhnen und Fachkräftemangel genannt (jeweils 14 Prozent). Migration und Zuwanderung ist nur noch für 12 Prozent das drängendste Problem – vor drei Jahren dominierte das mit 25 Prozent noch die Rangfolge. Die AfD, Rechtsextremismus und politische Radikalisierung halten nur 8 Prozent der Befragten für das wichtigste Problem. Beim Thema Zukunftssorgen dominiert die Angst vor einem Krieg und militärischen Konflikten. 49 Prozent haben dabei sehr große Sorgen, 34 Prozent sind zudem «eher besorgt». Dahinter rangieren zunehmende Gegensätze zwischen Arm und Reich und ein Verlust des gesellschaftlichen Zusammenhalts. 73 Prozent sind in Sorge, dass es den kommenden Generationen schlechter gehen wird, 72 Prozent sind besorgt, dass ihre Rente nicht mehr zum Leben ausreicht. 87 Prozent halten die Demokratie für eine gute Regierungsform (2023: 83 Prozent). Die Neigung, sich für ein Amt oder Mandat zu bewerben, ist aber eher gering ausgeprägt. Gut Dreiviertel (76 Prozent) würden es nicht tun. Noch immer haben 43 Prozent der Sachsen wenig Vertrauen in Medien, 29 gar keines. Allerdings haben Presse und Rundfunk im Vergleich zu 2023 mit 13 Prozentpunkten den meisten Vertrauenszuwachs zu verzeichnen. Die höchsten Vertrauenswerte haben Wissenschaftler und die Polizei (je 72 Prozent.) 60 Prozent halten Deutschland «durch die vielen Ausländer in einem gefährlichen Maße überfremdet» – das sind vier Prozentpunkte weniger als 2023. Aber nur 24 Prozent sehen das in ihrem eigenen Wohnumfeld als Problem. 12 Prozent glauben, dass die Deutschen anderen Völkern von Natur aus eigentlich überlegen sind. Für den «Sachsen-Monitor» wurden von April bis Juni dieses Jahres 2.031 Menschen im Alter ab 18 in persönlichen Interviews von Ipsos befragt. Die Umfrage ist den Angaben nach repräsentativ. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehaltenZukunft Sachsens nur von der Hälfte optimistisch gesehen
Migration für die meisten nicht mehr das größte Problem
Bei Zukunftssorgen dominiert Angst vor einem Krieg
Hohe Zustimmungswerte für Demokratie
Vertrauen in Medien wächst wieder
Mehrheit sieht «Überfremdung»