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Sachsen Digital: Die wichtigsten Punkte aus dem Digitalisierungsprogramm für den Freistaat

Foto: stock.adobe.com© NDABCREATIVITY
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Sachsen hat das Potenzial der Digitalisierung erkannt & setzt bereits verschiedene Maßnahmen um. In Zukunft möchte der Freistaat die Projekte weiter ausbauen.

Dabei sind Transparenz und Kontrolle der Daten von besonderer Wichtigkeit. Hierfür entwickelt Sachsen immer wieder neue Maßnahmen und setzt diese um.

Aktueller Stand

Der Freistaat Sachsen hat in den vergangenen Jahren bereits stark in die Digitalisierung seiner Städte und Gemeinden investiert. Im Jahr 2022 haben sie direkt nach den Neujahrsfeiern damit begonnen. Am 7. Januar 2022 gab das Land bekannt, bis Ende des Jahres 933 Schulen an das Glasfasernetz anschließen zu wollen.

Erste Auswertungen fanden im Sommer 2022 statt. Im Juli wurden in den Gemeinden bereits 2.500 Kilometer Kabel verlegt und 650 Netzverteiler installiert. Das ist ein großer Schritt nach vorn, der sich das ganze Jahr über fortsetzt. Im November 2022 haben nun 744 Schulen Zugang zu schnelleren Internetverbindungen.

Weitere Erneuerungen wurde im Bereich der digitalen Verwaltung geplant und organisiert. Der Freistaat ist im Jahr 2022 diesem Ziel ebenfalls nähergekommen. Im September beschloss Sachsen, auf die Bundes ID umzusteigen. Dies sind Benutzerkonten der Bundesregierung und gehören damit einem deutschlandweit einheitlichen System an.

Die Zusammenarbeit aller Bundesländer ist ein wichtiger Schritt für die Digitalisierung. Alles in allem hat der Freistaat eine hervorragende Basis gelegt, um auch in Zukunft weiter auf neue Systeme und Technologien zu setzen. Unter diesem Gesichtspunkt lohnt es sich, einen genaueren Blick auf die einzelnen Schwerpunkte zu werfen.

Verwaltungen und öffentliche Institutionen

Öffentliche Dienstleistungen sind einer der größten Bereiche von Digitalisierungsprogrammen. Mitarbeiter und Benutzer wünschen sich einfachere und schnellere Methoden. Es ist jedoch eine große Herausforderung sicherzustellen, dass die sensiblen Daten wirklich sicher übertragen werden.

Im Jahr 2022 waren bereits viele Menschen mit digitalen Behördendiensten in Kontakt. Das kann zum Beispiel die digitale Abgabe der Steuererklärung gewesen sein. Daneben konnte ebenfalls der BAföG-Antrag oder die Kfz-Zulassung online bearbeitet werden. Digital Management Services sind dabei ein wichtiger Bestandteil der Digitalisierungsstrategie. Bürger und Unternehmen können durch die neuen Verfahren vor allem eine Erleichterung im Alltag erleben.

Das Bundesland Sachsen will genau diesen Service immer weiter ausbauen. Natürlich stehen Transparenz und Sicherheit an erster Stelle. Zu den derzeit angebotenen Diensten gehört unter anderem der Zugriff auf Benutzerkonten, Online-Identitätsmerkmale, Online-Zahlungsmerkmale oder das Einreichen von Dokumenten. Die Bundesregierung setzt bei diesen Prozessen auf sichere und datenschutzkonforme Kommunikation.

Die Konzepte werden nicht nur von den Behörden, sondern auch von der Polizei verwendet. Hier kann das System sogar eine interdisziplinäre Übertragung ermöglichen. Elektronische Akten können über Transaktionsverarbeitungssysteme übertragen werden. Dies vereinfacht die interne und externe Kommunikation erheblich.

Digitale Transformation bedeutet also vor allem, dass bestehende Prozesse durch die Technologien ergänzt und neu gedacht werden. Bei administrativen Aufgaben muss jedoch viel komplexer agiert, um die Ziele zu erreichen. Es ist dabei besonders wichtig, die Mitarbeiter auf dem Laufenden zu halten.

Dies wird unter anderem durch immer neue Weiterbildungen erreicht. Darüber hinaus bietet die Hochschule Meisen den Studiengang Digital Management an. Dieser besteht aus vielen Grundlagen und vertieften Kenntnissen IT-gestützter, durchgängiger und sicherer Managementprozesse unter Berücksichtigung der Gegebenheiten der Managementorganisation und rechtlichen Rahmenbedingungen. Dadurch können zukünftige Mitarbeiter von Anfang an geschult werden.

Schrift- und Kulturgut

Die flächendeckende Bereitstellung von Medien für Forschung und Kultur ist ein weiteres Ziel der Landesregierung. Gefördert werden vor allem wissenschaftliche Bibliotheken sowie öffentliche Bibliotheken und kulturelle und wissenschaftliche Einrichtungen. Insbesondere konzentriert sich das Projekt auf die Digitalisierung von Schriftzeichen und Kulturgütern.

An diesem Programm können sich sächsische Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen ohne digitalisierte Bestände beteiligen. Für die Teilnahme am Programm ist es wichtig, dass diese einen einzigartigen, sammlungsspezifischen Charakter haben.

Sowohl Manuskripte als auch gedruckte Materialien können digitalisiert werden. Aber auch andere Medien wie Musik, Fotos und Grafiken sind im Programm willkommen. Kleinere Bibliotheken und Kultureinrichtungen werden dabei besonders unterstützt.

Bildung und Soziales

Bei der Umsetzung der Digitalisierung im sozialen Bereich sind einige wichtige Faktoren zu berücksichtigen. Die Verbesserung der internen und externen Netzwerke ist für den Erfolg des Programms von größter Bedeutung. Auch die Verfügbarkeit von WLAN in Schulen bringt Lehrern und Schülern viele Vorteile.

Digitale Arbeitsgeräte wie interaktive Boards und schulbezogene Geräte wie Laptops sind ebenfalls sehr wichtig. All diese Neuanschaffungen muss die Schule nicht alleine tragen. Die sächsische Förderbank unterstützt diese Projekte mit finanziellen Mitteln. Die Schulträger haben nun bis zum 31.12.2024 Zeit, die notwendigen Maßnahmen umzusetzen. In dieser Zeit anfallende Mehrkosten können auf Wunsch später genehmigt und erstattet werden.

Foto: stock.adobe.com© Viacheslav Yakobchuk

Neben allgemeinen Angeboten gibt es auch spezifischere Programme im Bildungsbereich. Im sächsischen Verbundprojekt „Digitalisierung in Disziplinen Partizipativ Umsetzen :: Competencies Connected (D2C2)“ ist ein fachspezifisches Netzwerk entstanden. Ziel dieses Netzwerks ist es, Studierende und Lehrende miteinander zu vernetzen.

Neben allgemeinen Themen werden auch fachspezifische digitale Lehr- und Lernkonzepte behandelt. Teilnehmer an diesem Projekt profitieren unter anderem vom fachlichen Austausch mit Kollegen zu aktueller Forschung. Eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen Studierenden und Lehrenden ermöglicht einen bedarfsgerechteren Einsatz von Maßnahmen. Darüber hinaus haben alle Teilnehmer Zugang zu laufenden Workshops und Austauschpublikationen.


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