Die Generaldirektorin der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD), Marion Ackermann, hat das Vorgehen zur Wiedergewinnung eines prominenten Beutestücke des Juwelendiebstahls aus dem Grünen Gewölbe verteidigt. In einem Interview mit der «Sächsischen Zeitung» (Donnerstag) wehrte sie sich gegen die Vorwürfe des Sächsischen Rechnungshofs, kriminelle Strukturen finanziert und damit ihre Kompetenzen überschritten zu haben. «Ich bin mir meiner selbst sehr sicher», sagte sie und auf die Frage, ob sie zurücktreten wird: «Nein, natürlich nicht!»
Der Rechnungshof hatte die SKD in seinem Jahresbericht für den Versuch gerügt, das Schmuckstück Ende 2021 zurückzukaufen. Die Offerte erwies sich als gezielte Täuschung eines holländischen Schaustellers. Der hatte sich als belgischer Diamanthändler ausgegeben und behauptet, den Bruststern eines Ordens für 40.000 Euro von zwei Tschetschenen bekommen zu können und dessen Echtheit überprüft zu haben. Allerdings verschwand er nach einem Treffen mit Ackermann, dem SKD-Verwaltungschef und einem holländischen Kunstdetektiv in Antwerpen mit dem Geld. Der Betrüger wurde inzwischen zu einer Haftstrafe verurteilt.