Die konservative Werteunion in der sächsischen CDU hat Äußerungen der Bundesspitze zu Corona als Verschwörungstheorien gebrandmarkt und «aufs Schärfste» verurteilt. «Wer solche verbreitet, arbeitet auf die noch tiefere Spaltung der Gesellschaft hin. Dies steht in krassem Widerspruch zu den satzungsgemäßen Zielen der Werteunion, der Stärkung von freiheitlich-konservativen Positionen in der Gesellschaft», erklärte Ulrich Link, Chef der Basisbewegung am Montag in Dresden. Mit seinen Forderungen und Verschwörungstheorien isoliere sich der Werteunion-Bundesverband immer weiter. «Dass er innerhalb der Unionsparteien nicht mehr ernstgenommen wird, ist vor diesem Hintergrund nachvollziehbar.»
Link bezog sich auf eine auf dem Online-Portal der Werteunion veröffentlichte Pressemitteilung vom 2. Dezember, die nach Darstellung der Werteunion zwei Tage später zurückgezogen wurde. «Die Pressemitteilung gab nicht die Ansicht des WerteUnion-Bundesvorstands wieder: Wir sind maßnahmenkritisch, aber differenziert. Die Pressemitteilung war aufgrund eines Kommunikationsversehens kurzfristig online», erklärte dazu jetzt der Rechtsanwalt Ralf Höcker im Auftrag der Werteunion. Die Mitteilung sei am 4. Dezember von der Online-Seite genommen worden, «also mehrere Tage bevor sie intern und extern zu Recht kritisiert wurde».