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Kretschmer unterstützt Laschet-Vorstoß zu «Brücken-Lockdown»

Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident des Landes Sachsen, gestikuliert. Foto: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild
Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident des Landes Sachsen, gestikuliert. Foto: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer unterstützt den Vorstoß des CDU-Vorsitzenden Armin Laschet nach einem schnellen und harten «Brücken-Lockdown». «Er hat ohne Zweifel Recht», sagte Kretschmer der in Dresden erscheinenden «Sächsischen Zeitung». «Mit der Dynamik vor Ostern werden wir Ende Mai nicht erreichen.» Erst dann könne man erwarten, dass die Impfungen einen nennenswerten Beitrag zur Verringerung des Infektionsgeschehens liefern.

Laschet hatte vorgeschlagen, im Kampf gegen die dritte Corona-Welle einen sogenannten «Brücken-Lockdown» zu beschließen. Damit solle die Zeit überbrückt werden, bis viele Menschen geimpft seien. Konkret solle der Lockdown zwei bis drei Wochen dauern.

Kretschmer sagte: «Wir sind es auch denjenigen schuldig, die in den Krankenhäusern unter Hochdruck und extremer Belastung arbeiten, nicht wieder so furchtbare Situation wie zu Weihnachten eintreten zu lassen.» Das Problem sei, dass sich für viele Menschen die Realität in den Krankenhäusern im privaten Umfeld nicht abbilde. «Sie spüren die Last der Einschränkungen, aber nicht die Bedrohung durch das Virus.» In Sachsen würden täglich 100 bis 200 neue Infektionen reichen, damit die Intensivstationen in kurzer Zeit überlastet seien.

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH