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Jeder fünfte ausländische Beschäftigte in Engpassberufen

Jeder fünfte ausländische Beschäftigte in Engpassberufen
In der Altenpflege arbeiteten laut Daten der Bundesagentur für Arbeit in Sachsen etwa 4.200 ausländische Beschäftigte. (Symbolbild) / Foto: Bernd Thissen/dpa
Von: DieSachsen News
Ob Krankenhaus, Handwerk oder Gastronomie: Internationale Fachkräfte arbeiten häufig dort, wo es Engpässe gibt. Sie sind für die Betriebe unverzichtbar, sagt eine Linke-Bundestagsabgeordnete.

Knapp jeder fünfte ausländische Beschäftigte arbeitet in Sachsen in einem Beruf mit besonders großer Nachfrage an Arbeitskräften. Von insgesamt rund 154.000 ausländischen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Freistaat arbeiten knapp 28.000 in Engpassberufen, wie aus einer Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Frage der sächsischen Bundestagsabgeordneten Zada Salihovic (Linke) hervorgeht (Stichtag: 31.12.2025).

Engpassberufe sind Berufe, in denen die Nachfrage nach Arbeitskräften das Angebot übersteigt. Unter den betroffenen Berufsgruppen waren laut Daten der Bundesagentur für Arbeit in Sachsen beispielsweise viele ausländische Fachkräfte in der Gastronomie (rund 8.000), in der Krankenpflege (rund 5.100) und in der Elektrotechnik (rund 2.600) angestellt.

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Salihovic sieht in den Zahlen den Beleg dafür, wie unverzichtbar ausländische Beschäftigte inzwischen für den Arbeitsmarkt seien. «Gerade in meinem Wahlkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge arbeitet mehr als jede vierte internationale Fachkraft in einem Engpassberuf. So hoch ist der Anteil nirgendwo sonst in Sachsen», sagte sie. Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Handwerksbetriebe oder die Industrie würden vielerorts ohne diese Beschäftigten längst nicht mehr funktionieren.

Aktuelle Zahlen zur Entwicklung des Arbeitskräftepotenzials in Sachsen liegen laut Antwort des Bundesarbeitsministeriums noch nicht vor. Die Prognose für den gesamten deutschen Arbeitsmarkt bis 2029 zeigt aber, dass der Bedarf an internationalen Fachkräften groß ist: 4,81 Millionen zu besetzenden Arbeitsplätzen stehen demnach etwa 440.000 Menschen weniger gegenüber, die aus dem Bildungssystem oder durch Zuwanderung in den Arbeitsmarkt kommen.

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