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Deutschland bleibt Hauptziel der Transitmigration durch Tschechien

Silberner Škoda-Streifenwagen der tschechischen Polizei mit blau-gelben Markierungen vor einem Gebäude in Prag.
Ein Fahrzeug der tschechischen Polizei in Prag. Archivaufnahme vom 18. Juli 2017, Symbolbild. Foto: PhotopiaCZ / Wikimedia Commons, CC0 1.0. Original: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Police_car_in_Prague_-_Voiture_de_police_dans_Prague_-_CZ_Praha_03.jpg | Lizenz: https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/
Tschechiens Polizei registrierte von Januar bis September 8.050 Menschen bei Verstößen gegen Einreise- und Aufenthaltsregeln. Die Gesamtzahl sank leicht, während die Transitmigration zunahm. Für die meisten Betroffenen war Deutschland das Ziel.

Prag. Die tschechische Fremdenpolizei hat von Januar bis September 2026 insgesamt 8.050 Menschen bei Verstößen gegen Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen festgestellt. Das waren 74 Personen oder 0,9 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, teilte die Polizei in ihrer Neunmonatsbilanz mit. Mit 7.736 Personen entfielen 96,1 Prozent auf unerlaubten Aufenthalt, häufig nach Überschreitung der erlaubten Aufenthaltsdauer. Weitere 314 Personen wurden an internationalen Flughäfen als Schengen-Außengrenzen erfasst.

Bei der unerlaubten Durchreise zählte die Polizei 194 Menschen. Das waren 82 mehr als ein Jahr zuvor, ein Anstieg um 73,2 Prozent. Ihr Anteil an der Gesamtzahl blieb mit 2,4 Prozent klein. Die Transitfälle sind darin bereits enthalten und kommen nicht zu den 8.050 hinzu. Für 159 der 194 Personen war Deutschland das Zielland. Am häufigsten wurden russische und afghanische Staatsangehörige festgestellt.

Zugleich führte die Fremdenpolizei zwölf Prozent mehr Aufenthaltskontrollen durch: 144.179 in den ersten neun Monaten. Die Bilanz erfasst polizeilich festgestellte Verstöße und ist von der Statistik zur ausländischen Bevölkerung in Tschechien zu unterscheiden. Auch die Zahl der Asylanträge oder sämtlicher unerlaubter Einreisen lässt sich daraus nicht ablesen.