Die altehrwürdigen Umgebindehäuser in der Oberlausitz bleiben ein Besuchermagnet. Zum «Tag des offenen Umgebindehauses» kamen bis zum Nachmittag nach Angaben der Veranstalter etwa 8.000 Interessenten zu den fast 100 Objekten, die am Sonntag ihre Türen offenhielten. «Es gibt Menschen, die sich einfach dafür interessieren, wie man in einem Umgebindehaus lebt. Aber auch Leute, die selbst ein solches Haus besitzen und Tipps über die Sanierung haben wollen, sind gekommen», sagte Projektmanager Sven Rüdiger auf Anfrage.
Umgebindehäuser sind eine Form von Fachwerkhäusern, die in Ostsachsen und den angrenzenden schlesischen und nordböhmischen Gebieten vorkommen. Sie erhielten ihren Namen von einem das Obergeschoss oder das Dach tragenden Balken an der Außenwand der Fachwerkbauten. In den Landkreisen Bautzen und Görlitz gibt es noch mehr als 6.000 dieser Häuser, von denen die meisten in der Zeit nach 1650 errichtet worden. Sie zeugen von handwerklicher Qualität und Vielfalt. Kein Haus gleicht dem anderen. Mit ihren Naturbaustoffen Holz, Lehm, Stroh und Stein liegen sie quasi auch im ökologischen Trend.