In einem nach Angaben von Kunsthistorikern einmaligen Kraftakt haben die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) und die weltberühmte neue Tretjakow-Galerie in Moskau ihre große Ausstellung «Träume von Freiheit» fertiggestellt. Die wegen der Corona-Pandemie mehrfach verschobene und von dem US-Architekten Daniel Libeskind gestaltete Schau mit Kunst aus der Romantik vor 200 Jahren sei eine «Meisterleistung», sagte SKD-Generaldirektorin Marion Ackermann am Donnerstag wenige Stunden vor der Eröffnung in Moskau.
Unter den bis zum 8. August gezeigten mehr als 300 Exponaten seien auch Werke von Caspar David Friedrich, der in Russland früher als in Deutschland ein «Superstar» gewesen sei. Die Schau, die sich auch dem Durchbruch zur Moderne und zeitgenössischen künstlerischen Positionen widmet, gilt als Höhepunkt des Deutschland-Jahres in Russland.
«Wir wollen die Menschen in Dialog bringen», sagte die Leiterin des Goethe-Instituts in Moskau, Heike Uhlig. «Es sind historische Kraftanstrengungen unternommen worden, um das in seinem Umfang einmalige Projekt zu verwirklichen», meinte die Chefin der Tretjakow-Galerie, Selfira Tregulowa.