Es lernt der Mensch so lange er lebt: Bassist Hans-Jürgen «Jäcki» Reznicek sieht auch eine Musikerkarriere als lebenslangen Lernprozess. «Das Schöne am Musikerdasein ist aus meiner Sicht, dass man nie fertig wird», sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Wer das Gegenteil denke, werde rasch von jungen Musikern überholt. Er finde es auch schön, in der Musik immer wieder Neues kennenzulernen, beschrieb der 71-Jährige seine Motivation.
«Im Gegensatz zu einem normalen Rockprogramm verwenden wir andere Instrumente. Ich spiele zum Beispiel einen Akustik-Fretless-Bass und Kontrabass. Uwe Hassbecker spielt eine Gitarre mit Nylon-Saiten, Western-Akustikgitarren und auch Geige. Ritchie Barton sitzt nicht am Keyboard, sondern am Flügel und spielt auch ein kleines Glockenspiel», sagte Reznicek.
Silly-Klassiker mit Samba-Rhythmen
Außerdem seien die Stücke stellenweise völlig anders arrangiert. «Bei manchen Songs erkennen die meisten Leute erst einmal gar nicht, auf was das hinausläuft. Erst wenn der Gesang beginnt, ist das klar», betonte der Bassist. Bei «Schlohweißer Tag» gebe es auch Samba-Rhythmen. Das alles mache die Konzerte intim und auch für Säle wie im Leipziger Gewandhaus oder in der Berliner Philharmonie geeignet.
Die enge Bindung zum Publikum in solchen Sälen empfindet Reznicek als wohltuend. «Ich bin ein Typ, der während des Konzertes gerne in die Gesichter der Leute schaut. Das macht Spaß, zu sehen, wie sie sich freuen oder aufmerksam zuhören.» Schön sei auch, dass im Publikum mehrere Generationen vereint sind, Großeltern inzwischen auch mit den Enkeln kommen. «Und wir haben einen Fanclub, der aus allen Teilen Deutschlands kommt.»