Mit einem Konzert in der Dresdner Frauenkirche wird am Freitagabend das Festjahr für den Barockkomponisten Heinrich Schütz (1585-1672) eingeläutet. Im kommenden Jahr wird der 350. Todestag des Musikers begangen. Schütz gilt als erster deutscher Komponist von europäischem Rang. Das Festjahr «Schütz22» steht unter dem Motto «weil ich lebe». Es stammt aus einer Widmung der «Psalmen Davids» von Schütz an Kurfürst Johann Georg I. Schütz wurde in der Frauenkirche Dresden beigesetzt. Das Eröffnungskonzert wird vom renommierten Ensemble Gabrieli Consort & Players gestaltet.
Erste Etappe im Jubiläumsjahr ist das Schütz Musikfest in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen - den Wirkungsstätten des Meisters. Bis 17. Oktober sind nach Angaben der Veranstalter 49 Veranstaltungen in Dresden, Bad Köstritz, Gera, Weißenfels und Zeitz geplant. Konzerte, Kinderprojekte, Gottesdienste und eine Sonderausstellung sollen einen Almanach zu Leben und Werk eines Meisters entstehen lassen, dessen «humanistische Botschaft seines künstlerischen Erbes nicht an Aktualität verloren hat und tief berührt», hieß es. Neben bekannten Künstlerinnen und Künstlern aus dem In- und Ausland seien auch Nachwuchsinterpreten vertreten.