Bau des Leipziger Einheitsdenkmals soll im Frühjahr starten
Der Bau des geplanten Einheitsdenkmals in Leipzig soll im Frühjahr 2027 beginnen. Wie die Stadt Leipzig mitteilte, hat sich der Stadtrat darauf verständigt. Für den Bau auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz sind demnach fünf Millionen Euro vorgesehen. 80 Prozent der Kosten übernähmen der Bund und das Land Sachsen, die restlichen Kosten die Stadt Leipzig. Das Einheitsdenkmal soll am 40. Jahrestag der friedlichen Revolution, also am 9. Oktober 2029, fertiggestellt werden. Am 9. Oktober 1989 zogen etwa 70.000 Menschen durch die Straßen Leipzigs. Heimlich gedrehte Videos gelangten kurz darauf ins Westfernsehen, weshalb dieses Datum als Schlüsselmoment im Zuge der Wiedervereinigung von Ost- und Westdeutschland gilt. Die Elemente des Denkmals werden voraussichtlich eine Regelgröße von 4,5 Metern an der Oberkante und 3 Metern an der Unterkante haben. Die Skulpturen sind also größer als gewöhnliche Banner, Fahnen und Transparente. So hatte es Alexej Kolyschkow, einer der Verfasser des Entwurfs, vor kurzem der Deutschen Presse-Agentur (dpa) mitgeteilt. Nach Angaben der Stadt Leipzig soll das Denkmal insgesamt 50 weiße Skulpturen umfassen. Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) ließ sich in der Mitteilung wie folgt zitieren: «Es ist ein schöner Ausblick, bald durch den Park als Erinnerungsort schlendern zu können, Menschen zu begegnen und sich über Geschichte und eigene Erfahrungen auszutauschen.» Über den Bau- und Finanzierungsbeschluss entscheidet der Leipziger Stadtrat laut Mitteilung in seiner Sitzung am 16. Dezember. Erst dann ist der Weg für den Bau des Denkmals auch formell frei. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehaltenDas letzte Wort hat der Stadtrat