Prozessauftakt nach tödlicher Amokfahrt in Leipzig
Ein halbes Jahr nach der tödlichen Amokfahrt in der belebten Leipziger Fußgängerzone muss sich ein 34-Jähriger von Montag (8.00 Uhr) an vor Gericht verantworten. Die Anklage vor dem Landgericht Leipzig lautet auf zweifachen Mord und versuchten Mord in 85 Fällen. Zudem wird dem Deutschen ein schwerer gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr in 91 Fällen vorgeworfen. Nach Angaben eines Gerichtssprechers sind zunächst 28 Verhandlungstage bis zum 7. Juli kommenden Jahres geplant. Am 4. Mai raste der Mann in Leipzig mit seinem Wagen mehrere hundert Meter durch die gut besuchte Fußgängerzone. Auf bis zu Tempo 90 beschleunigte er laut Staatsanwaltschaft sein Auto. Bei der etwa eine Minute andauernden Fahrt erfasste er damit mehrere Menschen. Eine 63-Jährige und ein 77-Jähriger starben, sechs Menschen im Alter von 21 bis 87 Jahren wurden verletzt - ein 75 Jahre alter Mann und eine 84 Jahre alte Frau schwer. Der damals 33-Jährige brachte das Auto selbst zum Stehen und ließ sich widerstandslos festnehmen. Er wurde zunächst in einer psychiatrischen Klinik untergebracht. Inzwischen sitzt er in Untersuchungshaft, weil das vorläufige Gutachten des forensisch-psychiatrischen Gutachters laut Anklagebehörde keine Hinweise auf eine eingeschränkte Schuldfähigkeit ergab. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten