Ein Beschuldigter im Prozess um den Juwelendiebstahl aus dem Grünen Gewölbe in Dresden soll wegen Gesundheitsproblemen aus der Untersuchungshaft in Dresden nach Leipzig verlegt werden. Das kündigte der Vorsitzende Richter Andreas Ziegel am Freitag bei der Fortsetzung der Verhandlung am Dresdner Landgericht an. Bei Bedarf könne er in Leipzig jederzeit in das angeschlossene Haftkrankenhaus gebracht werden, dort sei immer ein Arzt ansprechbar. Außerdem sei auch sein Bruder in der Justizvollzugsanstalt Leipzig untergebracht.
Zu Beginn der Verhandlung ging es am Freitag zunächst lange Zeit darum, ob der betroffene Angeklagte überhaupt verhandlungsfähig ist. Sein Anwalt macht bei ihm Symptome wie Herzrasen, Atemlosigkeit und Bewusstlosigkeit geltend und gab zu Protokoll, sein Mandant habe schon zwei Nächte nicht geschlafen und könne dem Prozess deshalb wegen Übermüdung nicht folgen. Daraufhin unterbrach das Gericht und zog sich zur Beratung zurück. Schließlich nahm der Betroffen doch an der Fortsetzung teil.