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Hintermann von tödlichem Schleuser-Unfall vor Gericht

Hintermann von tödlichem Schleuser-Unfall vor Gericht
Der 31-Jährige ist vor dem Landgericht Dresden angeklagt. (Archivbild) / Foto: Robert Michael/dpa
Der Fahrer des Transporters wurde bereits zu lebenslanger Haft verurteilt. Jetzt geht es vor dem Landgericht Dresden um einen mutmaßlichen Hintermann und sieben weitere Schleusungsfälle.

   Gut drei Jahre nach dem tödlichen Unfall eines Kleintransporters voller Flüchtlinge auf der A17 steht ein 31-Jähriger als Hintermann vor Gericht. Der Georgier soll bei insgesamt acht Einschleusungen nach Deutschland maßgeblich an der Organisation beteiligt gewesen sein, wie die Staatsanwaltschaft beim Prozessauftakt am Landgericht Dresden sagte. 

Frau stirbt bei Unfall mit Transporter auf A17

Der Fahrer bei dem tödlichen Unfall war 2024 bereits unter anderem wegen Mordes und gefährlicher Körperverletzung zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Am 13. Juli 2023 brachte er mindestens sieben Personen aus Tschechien über die Autobahn bei Bad Gottleuba-Berggießhübel nach Deutschland. 

Als der Fahrer eine Polizeistreife bemerkte, versuchte er zu flüchten und verlor dabei die Kontrolle über das Fahrzeug. Er kam von der Fahrbahn ab und überschlug sich. Die ungesicherten Flüchtlinge darin wurden schwer verletzt, eine 44-Jährige aus der Türkei starb noch am Unfallort.

Organisierte Zwischenstation in Budapest

Der nun angeklagte 31-Jährige soll laut der Staatsanwaltschaft eine Unterkunft für Geschleuste in Budapest organisiert haben. Neben dem tödlichen Unfall geht es um sieben weitere Fälle im Juni 2023, bei denen die Menschen teilweise per Reisebus, teilweise per Transporter oder Lkw nach Wien oder Deutschland gebracht wurden. Dabei habe der Angeklagte die Menschen zu den jeweiligen Treffpunkten für die weitere Schleusung gebracht. 

Der Verteidiger gab an, dass sich sein Mandant nicht an die einzelnen Taten erinnere. Was ihm vorgeworfen werde, könne im Wesentlichen aber so gewesen sein.

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