Bundesgerichtshof urteilt zu Transparenz beim Schufa-Score
Der Bundesgerichtshof (BGH) entscheidet heute dazu, wie umfangreich die Schufa Betroffene über das Verfahren hinter ihrem Score informieren muss. Vier Privatpersonen klagten gegen die Wirtschaftsauskunftei, weil sie das alte Scoring-Verfahren der Schufa für intransparent und ihnen dazu erteilte Auskünfte für unzureichend halten. Die Schufa hatte ihnen 2023 im Rahmen der sogenannten Datenkopie Auskunft über ihre gespeicherten Daten und in den letzten zwölf Monaten auf Bonitätsanfragen hin übermittelte Scores gegeben. Vor dem BGH geht es darum, ob diese Auskunft den rechtlichen Anforderungen genügt. Das Oberlandesgericht Dresden hatte das verneint und die Schufa verurteilt, den Klägern weitere Informationen etwa zur Gewichtung der Score-Kriterien offenzulegen. Wichtig ist: Die Verfahren beziehen sich auf das alte Scoring-Verfahren der Schufa. Seit dem 17. März 2026 nutzt die Auskunftei einen neuen Score, den Verbraucher leichter nachvollziehen können sollen. Bis Ende 2028 will die Schufa den alten Score vollständig abschaffen. Und auch die gesetzlichen Spielregeln ändern sich demnächst: Am 20. November tritt eine Novelle des Bundesdatenschutzgesetzes in Kraft, die das Bonitäts-Scoring insgesamt transparenter und verständlicher machen soll. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten