Der sächsische Cannabisproduzent Demecan darf unter dem neuen Cannabisgesetz unbegrenzt medizinisches Cannabis anbauen. Mit der Erlaubnis könne Demecan ab sofort die Produktionskapazität um einen jährlichen Ertrag von zwei Tonnen erhöhen und die vorhandenen Produktionskapazitäten in Ebersbach voll auslasten, teilte das Unternehmen mit. Einem Sprecher zufolge dürfen auch die beiden kanadischen Unternehmen Aphria RX und Aurora mit Produktionsstätten in Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt medizinisches Cannabis anbauen. Demecan sei jedoch «das erste deutsche Unternehmen, das die Anbauerlaubnis für medizinisches Cannabis nach dem neuen Cannabisgesetz erhalten hat».
Umsatzwachstum seit April 2024
Zudem verkündete das Unternehmen, dass es seit April 2024 ein starkes Umsatzwachstum erzielt hat. «Die stark gestiegene Nachfrage spiegelt sich in unserem guten Umsatz wider und zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind», sagte der für den Vertrieb zuständige Geschäftsführer, Philipp Goebel. Die neue Anbauerlaubnis ermögliche Demecan nicht nur die Deckung des wachsenden Bedarfs, sondern auch eine nachhaltige Weiterentwicklung des Unternehmens.
Seit 2017 können sich Patienten Cannabis für medizinische Zwecke regulär vom Arzt verschreiben lassen. Die Teillegalisierung von Cannabis im April dieses Jahres hat laut Demecan auch den Markt für medizinisches Cannabis erheblich belebt.
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