Leipzig und Dresden sind beliebt und werden in den kommenden Jahren weiter wachsen. Dies führt bei den Städten auch zu Problemen, wie eine Anfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. Aufgrund der Inflation gebe es beim Wohnungsneubau einen signifikanten Rückgang, der sich auf das Angebot der nächsten Jahre auswirken werde, teilte die Stadt Dresden mit. Gleichzeitig bestehe ein zunehmender Bedarf an bezahlbarem Wohnraum.
Laut Berechnungen besteht in der Landeshauptstadt bis 2035 ein zusätzlicher Bedarf von insgesamt 20 100 Wohnungen, davon 16 400 in Mehrfamilienhäusern und 3700 in Ein- und Zweifamilienhäusern. Flächen dafür seien langfristig zwar vorhanden. Doch Zinsanstiege, Baukostensteigerungen und der Fachkräftemangel hätten dazu geführt, dass sich laufende Bauvorhaben verzögern und geplante Projekte zurückgestellt wurden, hieß es weiter.
In Leipzig müssten laut Wohnraumbedarfsanalyse bis 2040 noch knapp 30 000 Wohnungen gebaut werden. Zudem verändere sich die Größe von Haushalten, teilte die Stadt mit. Es wird geschätzt, dass sich die Zahl der Ein-Personen-Haushalte und die der Vier- und Mehr-Personenhaushalte weiter deutlich erhöhen wird. Dagegen verringert sich der Anteil der Zwei- und Drei-Personenhaushalte. Auf diese Entwicklung werde die Stadt reagieren, indem sie sich auf den Bau von kleinen und sehr großen Wohnungen konzentriert, hieß es weiter.