Mit einem Themenjahr unter dem Titel «Tacheles» soll 2026 landesweit die vielfältige jüdische Kultur und Geschichte Sachsens sichtbar gemacht und gefeiert werden. «Die jüdische Kultur ist ein integraler Teil der sächsischen Kultur», betonte Kulturministerin Barbara Klepsch (CDU) am Donnerstag in Chemnitz. Es gehe darum, Austausch und Begegnungen zu ermöglichen und bisher unentdeckte Schätze zu heben - vor allem in den Regionen abseits der großen Städte. Gerade nach dem Massaker der Terrororganisation Hamas vom 7. Oktober sei eine klare Haltung und Solidarität mit der jüdischen Gemeinschaft wichtig. «Mit dem Themenjahr bekunden wir diese Solidarität nicht nur, sondern setzen sie ganz konkret um.» Die Initiative reiche aber schon länger zurück.
Eröffnet werden soll es mit dem Anzünden der ersten Chanukka-Kerze am 14. Dezember 2025. Geplant ist eine große inhaltliche Bandbreite von Geschichte und Erinnerungskultur über Film, Literatur und Musik bis hin zu Kulinarik und Humor in den unterschiedlichsten Formaten. Angedacht sind Ausstellungen, Konzerte und Festivals ebenso wie Diskussionen, Gottesdienste und offene Feiern jüdischer Festen wie Chanukka oder Pessach für jeden.