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Warten auf neuen Lift am Fichtelberg - Investor nennt Termin

Warten auf neuen Lift am Fichtelberg - Investor nennt Termin
Der veraltete «Himmelsleiter»-Schlepplift soll durch einen modernen Sessellift ersetzt werden. (Archivbild) / Foto: Jan Woitas/dpa
An die Übernahme des Skigebiets am Fichtelberg durch einen privaten Investor waren große Hoffnungen geknüpft. Doch der Bau eines neuen Lifts lässt auf sich warten. Wie geht es weiter?

Im Ringen um die Modernisierung von Sachsens größtem Skigebiet macht der Investor Druck zur Gründung einer neuen Trägergesellschaft mit der Stadt Oberwiesenthal. Ziel sei, am 1. September 2027 mit den Hauptarbeiten für den neuen Skilift zu beginnen und ihn im Dezember 2028 in Betrieb zu nehmen, erklärte der Geschäftsführer der Liftgesellschaft Oberwiesenthal (LGO), Constantin Gläß. Doch es gehe um weit mehr als einen neuen Lift, und zwar um die Entwicklung des Fichtelbergs insgesamt auch mit Blick auf den Ganzjahrestourismus.

Dazu hat die LGO nun der Stadt einen Aktionsplan übergeben. Er soll detaillierte Gutachten auch zu Fragen von Fördermitteln, Haftung und Risiken enthalten. Auf Nachfragen hierzu blieb Gläß jedoch Details schuldig. Die Unterlagen werden für die Öffentlichkeit unter Verschluss gehalten. 

«Jahrhundertprojekt» mit Risiken für die Kommune

«Das ist ein Jahrhundertprojekt», sagte Investor Gläß. Das könne von einer kleinen Gesellschaft wie der LGO nicht allein gestemmt werden. Dazu brauche es die gemeinsame Trägergesellschaft mit der Stadt - ähnlich wie bei anderen Vorhaben dieser Größenordnung. Seine Liftgesellschaft bringe etwa die vorhandene Infrastruktur ein. Geld müsse die Kommune nicht beisteuern, hieß es. Knackpunkt sind offensichtlich etwaige Haftungsfragen.

Seit Jahren wird um die Modernisierung des Skigebiets am Fichtelberg gerungen. Weil die Technik dort in die Jahre gekommen ist und kaum noch heutigen Ansprüchen entspricht, weichen viele Wintersportler zum Ski- und Snowboardfahren inzwischen auf den benachbarten Keilberg in Tschechien aus. 

Neuer Sechser-Lift an der «Himmelsleiter» geplant

Für die erforderlichen Millioneninvestitionen fehlte dem kommunalen Betreiber das Geld und die Aussicht auf Fördermittel. Deswegen war voriges Jahr die Fichtelberg Schwebebahn GmbH an die Unternehmerfamilie Gläß verkauft worden. Sie betreibt schon den einzigen Sessellift am Berg, das Hotel auf dem Gipfel und Attraktionen wie die Allwetterrodelbahn «Othal Coaster» und eine sogenannte Flyline. Das Fichtelberghaus wird seit März von Grund auf renoviert, am 1. Dezember soll es neu eröffnen. Die LGO habe bisher rund 20 Millionen Euro am Fichtelberg investiert, hieß es. 

Bei der Modernisierung des Skigebiets geht es zunächst um den Bau eines Sechser-Sessellifts am «Himmelsleiter»-Hang samt Beschneiungsanlage und Speichersee. Die Rede ist von Kosten im zweistelligen Millionenbereich. Ende 2025 war der Baubeginn angezeigt worden, getan hat sich seither allerdings nichts weiter. Über das vorgelegte Konzept für die gemeinsame Trägergesellschaft können sich die Stadträte schon an diesem Dienstag austauschen - dann kommen sie zur nächsten Sitzung zusammen.

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