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Schneller in Berlin: Neuer Abend-Zug ab Dresden hat aber einen Haken

Ein weiß-roter Intercity-Zug der Deutschen Bahn fährt auf mehrgleisiger Strecke unter einer Straßenbrücke und Signalanlagen durch eine grüne Landschaft.
Änderungen zum Fahrplanwechsel: Während der Intercity ab Dresden künftig wieder alle zwei Stunden Richtung Ostsee fährt, rollt ab Mitte Dezember ein schnellerer Railjet täglich von Wien über Dresden nach Berlin. Symbolbild: pixabay/hpgruesen
Ein durchgehender Railjet aus Wien braust künftig noch schneller in die Hauptstadt. Warum Spätreisende ab Dresden jetzt trotzdem umplanen müssen.

Dresden. Zum Fahrplanwechsel am 13. Dezember ändert sich für Bahnreisende aus Dresden einiges. Die wichtigste Neuerung betrifft den Abend: Ein Railjet, der aus Wien über Prag und Bad Schandau kommt, fährt künftig täglich und schneller über Dresden hinaus bis nach Berlin. Ab Dresden geht es um 19.53 Uhr los, Ankunft in Berlin ist um 21.33 Uhr. Die Preise bleiben stabil, Tickets sind ab Mittwoch, dem 14. Oktober, buchbar.

Die neue Verbindung hat allerdings einen Haken. Für sie entfällt ein ICE, der bisher eine Stunde später nur ab Dresden nach Berlin fuhr. Wer die spätere Abfahrt gewohnt war, muss also umplanen. Unterm Strich wird die Abendverbindung schneller und fährt täglich, dafür fällt die spätere Option weg.

Über Dresden nach Prag und Wien, im Sommer an die Ostsee

Dresden bleibt ein Knoten auf der Strecke Berlin–Prag–Wien, und die wird internationaler. Bundesweit wächst das Auslandsangebot der Bahn auf mehr als 320 Fahrten am Tag. Vom durchgebundenen Railjet profitiert auch die Tourismusregion rund um Bad Schandau, die damit abends direkt an Berlin angeschlossen ist.

Für den Urlaub Richtung Küste gibt es ebenfalls Bewegung. Der Intercity aus Dresden fährt wieder alle zwei Stunden über Rostock bis nach Warnemünde. Während mehrerer Bauphasen 2027, vom 6. Februar bis 14. Mai und ab dem 14. August, werden diese IC-Züge aus Dresden allerdings nach Rügen umgeleitet, über Stralsund und Greifswald.

Mehr ICE-Halte in Riesa, und das liegt an Dresden

Eine sächsische Besonderheit betrifft Riesa. Dort halten 2027 über mehrere Monate wieder mehr ICE-Züge, mittags im Zweistundentakt, in Richtung Frankfurt, Erfurt, Leipzig und Dresden. Das gilt vom 6. Februar bis 14. Mai sowie vom 14. August bis 11. Dezember, bedingt durch Bauarbeiten.

Der Grund ist ausgerechnet Dresden. Außerhalb dieser Bauzeiträume hält der ICE in Riesa nur vereinzelt am Rand des Tages. Weil die Wendezeit in Dresden für einen pünktlichen Betrieb in die Gegenrichtung sonst nicht ausreicht, fallen die zusätzlichen Riesaer Halte in der Tagesmitte normalerweise weg.

Stabile Preise, günstigere Pendlertickets und ein Familienticket

Jenseits der Linien ändert sich bei den Tarifen etwas, und zwar zugunsten der Fahrgäste. Die Preise steigen nicht. Pendler zahlen ab dem 21. Oktober für Monats- und Schülermonatskarten im Fernverkehr ohne Abo 25 Prozent weniger. Das Zeitkartenangebot wird zugleich vereinfacht, Streckenzeitkarten gibt es künftig nur noch ohne Abo.

Dauerhaft bleibt außerdem das Familienticket, das im Sommer testweise lief. Ab dem 26. Oktober ist es wieder buchbar, erster Reisetag ist der 1. November. Für 99,99 Euro können bis zu fünf Personen deutschlandweit im Fernverkehr in der 2. Klasse hin und zurück fahren, die Sitzplatzreservierung ist inklusive. Für Gruppen lässt sich der Sparpreis Gruppe nun bis zu 14 Tage unverbindlich online reservieren.