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Auch "159" kehrt aus der Peripherie zurück: Hier steht Dresdens bekanntester Superblitzer jetzt

Ein grauer, anhängerbasierter Blitzer mit dem Kennzeichen HWI-VE 159 steht auf einem Grünstreifen neben einer Straße an der Stübelallee in Dresden. Im Hintergrund sind Bäume und eine Straßenbahntrasse zu sehen.
Der Dresdner Superblitzer „HWI-VE 159“ steht seit Dienstag an der Stübelallee in Striesen und misst den Verkehr stadteinwärts. Noch gilt hier Tempo 50, doch die Stadt hat für diesen Abschnitt bereits eine Reduzierung auf Tempo 30 angekündigt. Foto: CdH
Von: Cornelius de Haas
Wochenlang machte sich Dresdens bekanntester Messanhänger im Stadtinneren rar - jetzt ist „HWI-VE 159" zurück, wo es eng wird: an der Stübelallee, stadteinwärts kurz hinter der Lipsiusstraße. Warum das Timing pikant ist.

Dresden. Wochenlang machte er sich rar im Stadtinneren - jetzt ist Dresdens bekanntester Superblitzer zurück, wo es voll wird: „HWI-VE 159" steht seit Dienstag (30.6.2026) an der Stübelallee in Striesen und blitzt den Verkehr stadteinwärts, kurz hinter der Lipsiusstraße. Noch gilt hier Tempo 50.

Noch - denn genau diesen Abschnitt hat die Stadt vor gut zwei Wochen auf ihrer Pressekonferenz zur Verkehrssicherheit als künftige Tempo-30-Strecke angekündigt. Wer heute mit 50 vorbeirollt, fährt also völlig regelkonform - und doch misst „159" hier bereits ein Tempo, das in dieser Form bald der Vergangenheit angehören soll.

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Superblitzer an der Stübelallee: noch Tempo 50, bald Tempo 30

Für Anwohner ergibt das eine kuriose Übergangsphase: Der Messanhänger steht schon, das niedrigere Limit folgt erst. So wird die Stübelallee zur Bühne, auf der sich die Verkehrswende in Zeitlupe abspielt - und „159" gibt den Takt bereits vor.

Es ist zugleich eine Rückkehr mit Anlauf. Zuletzt pendelte der graue Messanhänger wochenlang durch die Peripherie, war draußen an der Radeberger Landstraße Richtung Rossendorf und Eschdorf im Einsatz und ließ es zuvor im Dresdner Süden krachen. Nun tauscht er Landstraße gegen dicht bebautes Wohnquartier - und nimmt wieder die Pendler ins Visier, die in Scharen Richtung Innenstadt rollen.

Dresdens drei Superblitzer ballen sich im Südosten

Bemerkenswert ist dabei nicht nur die Rückkehr, sondern die Aufstellung des gesamten Trios: Selten standen Dresdens drei Superblitzer so dicht beieinander wie in diesen Tagen. Mit „159" an der Stübelallee versammelt sich die komplette Flotte rund um den Großen Garten. Der Versteckkünstler „HWI-VE 167" hat sein Gebüsch ausnahmsweise verlassen und steht seit dem 20. Juni gut sichtbar am Bordstein der Heinrich-Zille-Straße in Strehlen, wo Tempo 30 gilt.

Den Dritten im Bunde gibt der olivgrüne „HWI-VE 213", der jüngste der Familie, der Anfang Juni in Briesnitz sogar einen Brandanschlag nahezu unbeschadet überstand. Seit Montag duckt er sich an der Strehlener Straße unter einen Baum vor eine dichte Hecke und überwacht den Verkehr Richtung Hauptbahnhof - dort, wo werktags zwischen 6 und 20 Uhr seit Kurzem ebenfalls Tempo 30 gilt, zum Schutz der Schüler des benachbarten Beruflichen Schulzentrums.

Tempo 30 als roter Faden - das Ordnungsamt setzt Schwerpunkte

Sonst verteilt das Ordnungsamt seine Anhänger bewusst übers Stadtgebiet und wechselt die Standorte regelmäßig, um Gewöhnungseffekte zu vermeiden. Derzeit aber ballt sich die ganze Flotte im Dresdner Südosten – und überall schwingt dasselbe Thema mit: Tempo 30. Mal gilt es schon, mal nur zu bestimmten Zeiten, mal kommt es erst. Wer rund um den Großen Garten pendelt, fährt gerade an gleich drei Messanhängern vorbei.

Für Autofahrer bleibt die Lehre dieselbe wie immer. Die Geräte arbeiten akkubetrieben und ohne Personal vor Ort, können also tagelang an einer Stelle ausharren. Und weil die Lasertechnik schon auf große Distanz misst, hilft hektisches Bremsen kurz vor dem Kasten wenig.

Bußgeld bei Tempo 50: Das kostet zu schnelles Fahren in Dresden

Teuer wird es an der Stübelallee bei Tempo 50 schnell: Wer 21 bis 25 km/h zu viel auf dem Tacho hat, zahlt 115 Euro und kassiert einen Punkt in Flensburg, darüber wird es rasch teurer. Das Ordnungsamt betont, es gehe nicht ums Kassieren, sondern ums Verhindern – Kontrollen sollen gefährliche Situationen entschärfen, bevor sie entstehen. An einer Strecke, die ohnehin bald langsamer werden soll, passt „159" damit ins Bild.

Bleibt neugierig auf eure Stadt – die Redaktion von Die Sachsen News wünscht eine sichere Fahrt.

Cornelius de Haas
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Cornelius de Haas

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