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Unwetter in Dresden: 28 Feuerwehreinsätze nach Gewitter mit Sturm und Starkregen

Zwei Feuerwehrleute in Schutzkleidung zersägen mit einer Motorsäge einen dicken Baumstamm, der auf einem schwarzen Auto liegt. Im Hintergrund steht ein rotes Löschfahrzeug der Feuerwehr Dresden.
Einsatz nach dem Unwetter: Die Dresdner Feuerwehr entfernt mit einer Kettensäge einen umgestürzten Baum von einem beschädigten Auto. Nach schweren Gewittern mussten die Helfer zu zahlreichen Sturmschäden im Stadtgebiet ausrücken. Symbolfoto: Feuerwehr Dresden/Roland Halkasch
Von: Dresden News
Nach der extremen Hitze kam die Quittung mit voller Wucht: Ein heftiges Unwetter mit Sturmböen und Starkregen hat die Feuerwehr Dresden die ganze Nacht in Atem gehalten.

Dresden. Umgestürzte Bäume, abgebrochene Äste und vollgelaufene Keller: Als kräftige Gewitter mit Sturmböen und Starkregen über die Landeshauptstadt zogen, hatte die Dresdner Feuerwehr alle Hände voll zu tun. Innerhalb eines Tages rückten Berufsfeuerwehr und Stadtteilfeuerwehren zu insgesamt 28 wetterbedingten Einsätzen aus, wie die Feuerwehr mitteilte.

Im Mittelpunkt standen vor allem umgestürzte Bäume und herabgestürzte Äste sowie Gefahren durch vollgelaufene Keller und überflutete Straßen. An mehreren Einsatzstellen war ein Eingreifen am Ende gar nicht mehr nötig: Dort hatte sich das Wasser bereits zurückgezogen, oder die Anwohner konnten sich selbst helfen.

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Bäume und Äste auf Pkw und Stromleitung: Einsätze in Pillnitz und der Altstadt

Den Auftakt machte um 10:21 Uhr ein Einsatz im Weinbergsweg in Pillnitz: Dort beseitigte die Stadtteilfeuerwehr einen Baum, der auf eine Freileitung gestürzt war.

Wenig später traf es geparkte Autos. Um 13:18 Uhr entfernten sechs Einsatzkräfte der Feuer- und Rettungswache Übigau an der Lübecker Straße einen Ast, der auf einen Ford gefallen war; um 18:23 Uhr beseitigte die Wache Altstadt einen weiteren Ast, der auf einen Pkw gestürzt war. Verletzt wurde in beiden Fällen niemand.

Starkregen-Folgen: 60 Zentimeter Wasser in Bahnunterführung an der Reisstraße

Am Abend verlagerte sich die Lage zum Wasser. Um 21:50 Uhr wurde die Stadtteilfeuerwehr Lockwitz zu einer überfluteten Bahnunterführung an der Reisstraße gerufen, wo das Wasser rund 60 Zentimeter hoch auf der Fahrbahn stand. Die Einsatzkräfte sperrten die Straße, reinigten die Straßenabläufe und sorgten so für einen zügigen Abfluss.

Nahezu zeitgleich, um 21:52 Uhr, rückte die Stadtteilfeuerwehr Niedersedlitz zu mehreren vollgelaufenen Kellern an der Prohliser Straße aus; weil die Bewohner bereits selbst eine Tauchpumpe organisiert hatten, blieb es ohne weitere Maßnahmen. Um 22:35 Uhr saugten Einsatzkräfte an der Tögelstraße schließlich Wasser von rund 80 Quadratmetern Wohnfläche ab.

Weitere Einsätze: Reanimation nach Verkehrsunfall an der Schinkelstraße

Nicht alle Einsätze hingen mit dem Unwetter zusammen. Um 14:47 Uhr wurden zehn Einsatzkräfte zu einem Verkehrsunfall an der Schinkelstraße gerufen. Während der polizeilichen Unfallaufnahme erlitt ein 89-jähriger Mann einen Kreislaufstillstand; er wurde reanimiert und unter notärztlicher Begleitung in ein Krankenhaus gebracht.

Um 20:50 Uhr löschte der Löschzug der Wache Altstadt einen Brand in einer verlassenen Garage an der Hopfgartenstraße. Dort brannte Unrat auf etwa zwei Quadratmetern - mit einem Strahlrohr und rund 300 Litern Wasser war das Feuer schnell unter Kontrolle.

Falscher Alarm in Altfriedersdorf: Gemeldete Kühe nicht auffindbar

Für einen ungewöhnlichen Abschluss sorgte um 04:05 Uhr eine gemeldete Tierrettung in Altfriedersdorf. Laut Anrufer sollten sich sieben Kühe unbekannter Herkunft auf einem Grundstück befinden - beim Eintreffen der Feuerwehr war von den Tieren jedoch nichts mehr zu sehen. Der Einsatz wurde daraufhin beendet.

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