Für Radler-Sicherheit: Dresden baut Parkplätze zurück
Dresden. Der Schrecken sitzt vielen Radfahrenden in den Knochen: Eine Autotür springt unvermittelt auf, das Ausweichen misslingt. Um solche Unfälle in der Neustadt zu verhindern, fallen auf der Antonstraße ab Montag sechs Parkplätze weg. Die bisherigen Stellflächen werden stattdessen begrünt.
Ab dem 17. August 2026 baut die Stadtverwaltung die Antonstraße zwischen Robert-Blum-Straße und Hainstraße um. Die Maßnahme geht auf das Radverkehrskonzept von 2023 zurück, mit dem gefährliche Konfliktzonen im Stadtgebiet entschärft werden sollen.
Kein Raum für Sicherheitsstreifen
Normalerweise trennt die Stadt parkende Autos und Radwege durch einen 0,75 Meter breiten Markierungsstreifen. Auf dem betroffenen Abschnitt der Antonstraße reicht die Straßenbreite dafür nicht aus. Fahrbahn, Fußweg und Radfahrstreifen lassen keinen Spielraum.
Die Verwaltung lässt die sechs Parkbuchten vor den Hausnummern 31, 33 und 35 deshalb vollständig auflösen. Die Asphaltflächen werden entsiegelt, mit Pflanzen versehen und durch einen neuen Baum ergänzt.
Umleitungen für Autoverkehr und Fußgänger
Die Bauarbeiten dauern voraussichtlich bis zum 5. September 2026. Um den Berufsverkehr möglichst wenig zu behindern, wird jeweils von Montag bis Freitag zwischen 9 und 15 Uhr gebaut.
Der Autoverkehr wird in diesen Zeitfenstern über die Kleine Marienbrücke und die Robert-Blum-Straße geleitet. Straßenbahnen rollen ungehindert durch den Bereich. Für Passanten wird der Gehweg an den betroffenen Abschnitten zeitweise gesperrt, entsprechende Ausweichrouten werden ausgeschildert. Die Eingänge zu den Wohnhäusern bleiben erreichbar.
Die Sächsische Straßen- & Tiefbau GmbH führt die Arbeiten im Auftrag der Stadt aus. Die Gesamtkosten liegen bei rund 40.000 Euro.