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Nächste Haltestelle: Bußgeld - wo Dresdens Superblitzer „159" jetzt lauert

Ein grauer, mobiler Blitzer-Anhänger mit dem Kennzeichen HWI-VE 159 steht auf dem Gehweg neben dem blauen Schild der Bushaltestelle „Eschdorf Am Steinbruch“. Im Hintergrund ist ein gelbes Ortshinweisschild nach Radeberg zu sehen.
erfekte Tarnung im Dresdner Nordosten: Der berüchtigte Superblitzer „HWI-VE 159“ lauert jetzt direkt an der Bushaltestelle in Eschdorf und nimmt Autofahrer in Richtung Radeberg ins Visier. Foto: CdH
Von: Cornelius de Haas
Autofahrer im Dresdner Nordosten aufgepasst! Der berüchtigte mobile Blitzer-Anhänger „HWI-VE 159“ hat klammheimlich seinen Standort gewechselt. Diesmal nutzt er ein alltägliches Straßenobjekt als geniale Kulisse - wer ihn beim Vorbeifahren bemerkt, für den ist es meist schon zu spät.

Dresden. Der rastloseste der drei Dresdner Superblitzer hat wieder seinen Standort gewechselt. Nach seinem Einsatz auf der Nöthnitzer Straße an der TU Dresden - und davor auf der Boderitzer Straße, wo er sich hinter einem Altkleidercontainer verbarg - ist „HWI-VE 159" nun im Dresdner Nordosten angekommen. An der Pirnaer Straße in Eschdorf hat er sich direkt an einer Bushaltestelle postiert und erfasst dort Verkehrsteilnehmer, die Richtung Radeberg unterwegs sind.

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Bushaltestelle als perfekte Tarnung

Eine Bushaltestelle gehört zum Straßenbild wie ein Laternenpfahl - man schaut hin, aber man sieht nicht wirklich hin. Genau das macht den Standort so wirkungsvoll. Der Anhänger fügt sich in die gewohnte Kulisse ein, während der Messstrahl längst aktiv ist. Wer erst beim Passieren der Haltestelle bemerkt, dass dort mehr als ein Wartehäuschen steht, hat den entscheidenden Moment bereits verpasst: Die Lasermessung erfasst Fahrzeuge bereits auf große Distanz, kurzfristiges Abbremsen schützt in der Regel nicht mehr vor dem Bußgeld.

Was droht, wenn das Tempo nicht stimmt

An diesem Standort gilt Tempo 30. Das Bußgeld richtet sich nach dem Ausmaß der Überschreitung: Wer 11 bis 15 km/h zu schnell unterwegs ist, zahlt 40 Euro. Bei 16 bis 20 km/h werden 60 Euro fällig, ab 21 km/h sind es 100 Euro und ein Punkt in Flensburg. Der Anhänger arbeitet akkubetrieben und ohne Personal vor Ort - er kann also problemlos mehrere Tage an derselben Stelle verbleiben, bevor er weiterzieht.

Die anderen beiden Superblitzer sind ebenfalls unterwegs

„HWI-VE 159" ist nicht allein auf Tour. Sein Bruder „HWI-VE 167" - bekannt als Versteckkünstler der Dresdner Blitzer-Familie - steht weiterhin in der Wilhelm-Franke-Straße in Leubnitz-Neuostra, wo ebenfalls Tempo 30 gilt. Der Anhänger hat in der Vergangenheit immer wieder für Aufsehen gesorgt: im Gebüsch an der Tännichtstraße in Rochwitz, an der Fetscherstraße auf Höhe des Uniklinikums - stets unauffällig, stets effektiv.

Den farbenfrohen Abschluss des Trios bildet „HWI-VE 213", der olivgrüne Neuzugang der Flotte. Er steht derzeit an der Meißner Landstraße in Briesnitz, wo er sich zwischen Rasenflächen und Sommerlaub beinahe unsichtbar macht. Hier gilt Tempo 50 - wer zu forsch unterwegs ist, zahlt entsprechend.

Das Ordnungsamt wechselt die Standorte aller drei Superblitzer regelmäßig, um Gewöhnungseffekte zu verhindern. Bushaltestelle, Altkleidercontainer, Grünstreifen - die Dresdner Superblitzer werden kreativ.

Bleibt neugierig auf eure Stadt - und kommt sicher durch Dresden.

Cornelius de Haas
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Cornelius de Haas

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