Dresden. Der rastloseste der drei Dresdner Superblitzer hat wieder seinen Standort gewechselt. Nach seinem Einsatz auf der Nöthnitzer Straße an der TU Dresden - und davor auf der Boderitzer Straße, wo er sich hinter einem Altkleidercontainer verbarg - ist „HWI-VE 159" nun im Dresdner Nordosten angekommen. An der Pirnaer Straße in Eschdorf hat er sich direkt an einer Bushaltestelle postiert und erfasst dort Verkehrsteilnehmer, die Richtung Radeberg unterwegs sind.
Was droht, wenn das Tempo nicht stimmt
An diesem Standort gilt Tempo 30. Das Bußgeld richtet sich nach dem Ausmaß der Überschreitung: Wer 11 bis 15 km/h zu schnell unterwegs ist, zahlt 40 Euro. Bei 16 bis 20 km/h werden 60 Euro fällig, ab 21 km/h sind es 100 Euro und ein Punkt in Flensburg. Der Anhänger arbeitet akkubetrieben und ohne Personal vor Ort - er kann also problemlos mehrere Tage an derselben Stelle verbleiben, bevor er weiterzieht.
Die anderen beiden Superblitzer sind ebenfalls unterwegs
„HWI-VE 159" ist nicht allein auf Tour. Sein Bruder „HWI-VE 167" - bekannt als Versteckkünstler der Dresdner Blitzer-Familie - steht weiterhin in der Wilhelm-Franke-Straße in Leubnitz-Neuostra, wo ebenfalls Tempo 30 gilt. Der Anhänger hat in der Vergangenheit immer wieder für Aufsehen gesorgt: im Gebüsch an der Tännichtstraße in Rochwitz, an der Fetscherstraße auf Höhe des Uniklinikums - stets unauffällig, stets effektiv.
Den farbenfrohen Abschluss des Trios bildet „HWI-VE 213", der olivgrüne Neuzugang der Flotte. Er steht derzeit an der Meißner Landstraße in Briesnitz, wo er sich zwischen Rasenflächen und Sommerlaub beinahe unsichtbar macht. Hier gilt Tempo 50 - wer zu forsch unterwegs ist, zahlt entsprechend.
Das Ordnungsamt wechselt die Standorte aller drei Superblitzer regelmäßig, um Gewöhnungseffekte zu verhindern. Bushaltestelle, Altkleidercontainer, Grünstreifen - die Dresdner Superblitzer werden kreativ.
Bleibt neugierig auf eure Stadt - und kommt sicher durch Dresden.