Dresden. Die Umgebung täuscht gründlich. Wer auf der Boderitzer Straße stadtauswärts rollt, passiert Wiesen, Grünland und eine entspannte Landstraßen-Atmosphäre, die kaum nach Tempo-30-Zone aussieht. Genau hier hat sich Superblitzer „HWI-VE 159" seinen vorerst liebsten Stellplatz gesucht: versteckt hinter einem Altkleidercontainer am Straßenrand, unscheinbar, ruhig, geduldig.
Freie Felder, versteckter Blitzer
Das Ordnungsamt weiß, was es tut. Offene Strecken, auf denen sich Fahrer sicher und unbeobachtet fühlen, sind das bevorzugte Revier der rollenden Messtechnik. Wer die weite Grünlandkulisse am Stadtrand als Freifahrtschein deutet und das Tempolimit ignoriert, erlebt eine unangenehme Überraschung:

Der Messanhänger erfasst stadtauswärtsfahrende Fahrzeuge bereits auf große Distanz - kurzfristiges Abbremsen, sobald man den Container erkennt, schützt in der Regel nicht mehr vor dem Bußgeld. Akkubetrieben und ohne Personal vor Ort kann der Anhänger mehrere Tage an ein und derselben Stelle verharren, ohne dass jemand nachsehen muss.