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Atemschutz-Drama in Dresden-Löbtau: Feuerwehrmann kollabiert bei Hitze-Hölle

Ein rotes Feuerwehr-Drehleiterfahrzeug steht mit ausgefahrenen Stützen auf einer gesperrten Straße in Dresden. Im Hintergrund sind ein modernes Wohnhaus, grüne Bäume und eine Baustelle zu sehen.
Brand in Löbtau: Bei einem Wohnungsbrand auf der Reisewitzer Straße am Dienstag rückten 50 Retter aus. Wegen extremer Hitze und Nullsicht kollabierte ein Feuerwehrmann unter Atemschutz. Foto: Feuerwehr Dresden
Von: Dresden News
Als die ersten Trupps im zweiten Obergeschoss ankommen, sehen sie praktisch nichts – der Flur ist voller Rauch. Zwei Stunden dauert der Kampf gegen das Feuer. Am Ende muss ein Feuerwehrmann ins Krankenhaus.

Dresden. Ein Rauchwarnmelder schlägt an, Anwohner riechen Brandgeruch und wählen den Notruf. Um 11:11 Uhr rücken Feuerwehr und Rettungsdienst am Dienstag zur Reisewitzer Straße in Löbtau aus. Was sie erwartet, ist dichter Brandrauch - der Flur der gesamten zweiten Etage steht voll.

„Nahezu unter Nullsicht" hätten sich mehrere Trupps unter Atemschutz systematisch durch die Etage gearbeitet, berichtet Feuerwehrsprecher Michael Klahre. Sehen können die Kräfte kaum etwas. Sie suchen den Brandherd, Tür für Tür.

Parallel erhöht der Einsatzleiter die Alarmstufe und fordert Verstärkung nach, um das Gebäude vollständig zu räumen - ein Wohn- und Geschäftshaus mit Gewerbeeinheiten und Wohnunterkünften. Über zwei Drehleitern schaffen die Kräfte zusätzliche Angriffs- und Rettungswege. Schließlich finden sie das Feuer: in einer Wohnung im zweiten Obergeschoss.

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Hitze innen, Schwüle draußen

Was folgt, gehört zum Härtesten, was der Dienst zu bieten hat. Die Brandbekämpfung sei wegen der erheblichen Hitzeeinwirkung „sehr, sehr anspruchsvoll" gewesen, sagt Klahre. Und draußen half das Wetter nicht: hohe Temperaturen, schwüle Luft. Unter Atemschutz steigt damit die körperliche Belastung noch einmal deutlich. Mehrere Trupps arbeiten gleichzeitig im Innenangriff.

Genau in dieser Phase kommt es bei einer Einsatzkraft zu einem Vorfall unter Atemschutz. Der Feuerwehrmann wird noch an der Einsatzstelle notärztlich versorgt und anschließend mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. Die genauen Umstände werden derzeit geprüft.

Alle Bewohner in Sicherheit - Haus vorerst unbewohnbar

Menschen findet die Feuerwehr im Gebäude keine mehr. Einige Bewohner hatten sich bereits vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte selbst in Sicherheit gebracht. Weitere Verletzte gab es nicht.

Nach den Löscharbeiten pusten Hochleistungslüfter den Rauch aus dem betroffenen Gebäudeteil. Bewohnbar ist das Haus vorerst nicht: Ein Sachverständiger muss es prüfen, bevor es wieder genutzt werden darf.

Vollsperrung - und eine unterbrochene Baustelle

Reisewitzer Straße und Mohorner Straße waren während des Einsatzes voll gesperrt. Die dort laufenden Straßenbauarbeiten mussten pausieren. Zahlreiche Schaulustige sammelten sich an der Einsatzstelle; die Polizei sicherte den Bereich und hielt Zufahrten und Arbeitsflächen frei, sodass die Feuerwehr ungestört arbeiten konnte.

Um 13:30 Uhr war der Einsatz beendet. Rund 50 Kräfte der Feuer- und Rettungswachen Übigau, Löbtau und Altstadt waren beteiligt, dazu die Stadtteilfeuerwehr Gorbitz, mehrere Rettungsmittel und die Führungsdienste. Die Brandursache ermittelt nun die Polizei.

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