Logo Die Sachsen News
Nachrichten / Dresden News

Dresden: Superblitzer zieht nach wenigen Tagen weiter - hier steht "167" jetzt

Ein gelbes Leihfahrrad parkt auf einem Grünstreifen im Vordergrund. Dahinter steht ein grauer, kastenförmiger Blitzer-Messanhänger mit dem Kennzeichen HWI VE 167 am Rand einer Straße in Dresden. Im Hintergrund sind grüne Bäume und ein Spielplatz zu sehen.
Blitzer-Umzug nach Striesen: Der Messanhänger „HWI-VE 167“ steht am Niederwaldplatz. Nach Monaten in 30er-Zonen nimmt der graue Kasten den Verkehr Richtung Elbe nun erstmals wieder in einer Tempo-50-Zone ins Visier. Foto: CdH
Von: Cornelius de Haas
Kaum aufgestellt, schon wieder verschwunden: Dresdens Superblitzer „HWI-VE 167" hat die Teplitzer Straße nach nur wenigen Tagen geräumt. Sein neuer Posten liegt in Striesen - und dort tut er etwas, das er lange nicht mehr getan hat.

Dresden. Es ging schnell diesmal. Kaum hatte sich „HWI-VE 167" an der Teplitzer Straße eingerichtet, war er auch schon wieder weg. Seit Montagvormittag, erstmals gemeldet um 10 Uhr, steht der graue Messanhänger am Niederwaldplatz in Striesen. Geblitzt wird kurz hinter der Maystraße, in Richtung Elbe.

Für den Anhänger mit dem Ruf des Versteckkünstlers ist das ein doppelter Bruch. Zum einen der Ortswechsel: „167" hatte sich zuletzt im Dresdner Süden eingerichtet - Leubnitz-Neuostra, Strehlen, Teplitzer Straße. Jetzt wechselt er die Seite und nimmt den Verkehr im Dresdner Osten ins Visier.

Zum anderen die Tempozone. Wo immer „167" zuletzt auftauchte, galt Tempo 30 - an der Fetscherstraße, im Gebüsch der Tännichtstraße, hinter dem DVB-Wartehäuschen in Leubnitz, zuletzt am Bordstein der Heinrich-Zille-Straße. Am Niederwaldplatz sind laut Meldung 50 km/h erlaubt. Es wäre der erste dokumentierte 50er-Einsatz des grauen Kastens seit Monaten.

Mehr aus dieser Kategorie

Superblitzer Dresden: Die Formation am Großen Garten löst sich auf

Noch vor einer Woche standen alle drei Superblitzer auffällig dicht beieinander: „HWI VE 159" auf der Lipsiusstraße, keine 100 Meter vor der Comeniusstraße mit Blick Richtung Borsbergstraße. „HWI VE 213" an der Strehlener Straße, geduckt unter einem Baum vor einer Hecke, den Verkehr Richtung Hauptbahnhof im Visier. Und „167" am Bordstein der Heinrich-Zille-Straße in Strehlen. Drei Geräte, ein Park, überall Tempo 30 - wenn auch bei "213" zeitlich begrenzt.

Diese Formation ist nun Geschichte. Während „159" und „213" ihre Posten halten, zieht „167" nach Osten ab - weg vom Großen Garten, Richtung Elbe. Aus dem engen Dreieck wird wieder ein weit gespanntes Netz über den Dresdner Südosten.

Am neuen Standort gilt zudem laut Meldung Tempo 50. Wo immer „167" in diesem Jahr auftauchte, galt bislang Tempo 30 - im Gebüsch der Tännichtstraße, hinter dem DVB-Wartehäuschen in Leubnitz, zuletzt in der Heinrich-Zille-Straße. Es wäre der erste dokumentierte 50er-Einsatz des grauen Kastens seit Monaten.

Kurze Standzeit, große Wirkung: So arbeiten die Messanhänger

Dass „167" so schnell weiterzog, passt ins System. Das Ordnungsamt wechselt die Positionen aller drei Anhänger bewusst unregelmäßig, um Gewöhnungseffekte zu verhindern. Wer die Blitzer-Karte auswendig zu kennen glaubt, liegt spätestens beim nächsten Umzug daneben.

Technisch braucht der akkubetriebene Trailer weder Stromanschluss noch Personal und kann tagelang an einer Stelle ausharren. Gemessen wird per Laser, und zwar schon auf große Distanz. Wer erst kurz vor dem grauen Kasten in die Eisen geht, hat die Messung meist längst hinter sich.

Bußgeld: Das kostet zu schnelles Fahren am Niederwaldplatz

Innerorts spielt es für den Geldbeutel keine Rolle, ob Tempo 30 oder Tempo 50 angeordnet ist - entscheidend ist allein, wie weit darüber gemessen wird.

Die Sätze für Pkw:

  • 11 bis 15 km/h zu viel: 50 Euro
  • 16 bis 20 km/h: 70 Euro
  • 21 bis 25 km/h: 115 Euro und ein Punkt in Flensburg
  • 26 bis 30 km/h: 180 Euro, ein Punkt und ein Monat Fahrverbot
  • 31 bis 40 km/h: 260 Euro, zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot

Das Ordnungsamt betont, es gehe nicht ums Kassieren, sondern ums Verhindern: Kontrollen sollen gefährliche Situationen entschärfen, bevor sie entstehen. Für alle, die durch Striesen Richtung Elbe unterwegs sind, heißt das: früh vom Gas. Und wie immer gilt - bis zur nächsten Kontrolle kann „167" längst weitergezogen sein.

Bleibt neugierig auf eure Stadt - die Redaktion von Die Sachsen News wünscht eine sichere Fahrt.

Cornelius de Haas
Artikel von

Cornelius de Haas

Cornelius de Haas ist für die Inhalte selbst verantwortlich. Es gilt der Kodex der Plattform. Die Plattform prüft und behandelt Inhalte gemäß den gesetzlichen Vorgaben, insbesondere nach dem NetzDG.