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Sonst der Meister im Verstecken - hier steht Dresdens Superblitzer „167" jetzt

Ein grauer, kantiger Geschwindigkeitsmessanhänger mit dem Kennzeichen „HWI-VE 167“ steht am rechten Rand einer asphaltierten Wohnstraße neben einem Baum und einem Halteverbotsschild. Im Hintergrund sind Autos und ein gelber Bus zu sehen.
Blitzer aktuell: Der mobile Messanhänger „HWI-VE 167“ kontrolliert das Tempo 30 auf der Heinrich-Zille-Straße in Dresden. Zu schnelles Fahren kostet Raser hier bis zu 115 Euro Bußgeld. Foto: NvdH
Von: Cornelius de Haas
Wochenlang duckte sich der graue Messanhänger hinter Hecken und Wartehäuschen, jetzt parkt „HWI-VE 167" fast schon ungeniert am Bordstein in Strehlen. Wer hier in der Tempo-30-Zone aufs Gas tritt, bemerkt den Versteckkünstler oft erst, wenn der Blitz längst gezündet hat.

Dresden. Er gilt als der Tarn-Profi unter Dresdens „Superblitzern" - doch diesmal macht „HWI-VE 167" eine Ausnahme. Seit Freitagmittag, erstmals gemeldet am 20. Juni um 11:52 Uhr, überwacht der graue Messanhänger an der Heinrich-Zille-Straße Tempo 30. Statt sich wie sonst im Grün zu verstecken, hat er sich diesmal gut sichtbar an den Straßenrand der ruhigen Wohnstraße gestellt. 

Superblitzer „HWI-VE 167": Vom Bushäuschen in Leubnitz-Neuostra nach Strehlen

Ein Umzug mit Vorgeschichte: Zuletzt lauerte „167" in der Wilhelm-Franke-Straße in Leubnitz-Neuostra, halb verdeckt hinter einem DVB-Wartehäuschen. Davor verschwand er regelrecht im Gebüsch an der Tännichtstraße in Rochwitz, noch früher postierte er sich an der Fetscherstraße auf Höhe des Uniklinikums - stets bei Tempo 30, stets kaum auszumachen. Weil die Behörde die Standorte aller drei Anhänger regelmäßig wechselt, um Gewöhnungseffekte zu verhindern, liegt schnell daneben, wer die Blitzer-Karte auswendig zu kennen glaubt. 

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Wer den grauen Kasten unterschätzt, zahlt rasch drauf. Bei Tempo 30 kosten 11 bis 15 km/h zu viel bereits 50 Euro, 16 bis 20 km/h schlagen mit 70 Euro zu Buche, und ab 21 km/h werden 115 Euro plus ein Punkt in Flensburg fällig. Auf hektisches Bremsen kurz vor dem Gerät sollte sich niemand verlassen: Die Anlage misst per Laser schon auf große Distanz, und weil sie mit Akku läuft und ohne Personal auskommt, kann sie tagelang an einem Fleck ausharren. Das Ordnungsamt betont, es gehe nicht ums Kassieren, sondern darum, gefährliche Situationen zu verhindern, bevor sie entstehen. 

Superblitzer in Dresden: Wo „HWI-VE 159" und „HWI-VE 213" aktuell stehen

Auch die beiden „Brüder" sind im Einsatz - und stehen derzeit kurioserweise fast nebeneinander. Der olivgrüne „HWI-VE 213", der Anfang Juni an der Meißner Landstraße in Briesnitz einen Brandanschlag nahezu unbeschadet überstand, blitzt seit dem 18. Juni an der Dittersbacher Straße vor Eschdorf, wo Tempo 30 gilt.

Keine drei Kilometer entfernt lauert sein grauer Bruder „HWI-VE 159", der bekannteste der drei, an der Ecke Radeberger Landstraße/Rossendorfer Ring - vor der Kulisse eines Stromkastens mit großflächigem Dynamo-Dresden-Graffiti und bei Tempo 50. Damit nehmen gleich zwei von Dresdens drei Superblitzern denselben kleinen Ort in die Zange. Wie immer gilt: Bis zur nächsten Kontrolle kann jeder von ihnen längst weitergezogen sein.

Bleibt neugierig auf eure Stadt – die Redaktion von Die Sachsen News wünscht eine sichere Fahrt.

Cornelius de Haas
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Cornelius de Haas

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