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Alarm in der Centrum-Galerie & verformte Tanks: Dresdens wilder Hitzetag

Ein rotes Feuerwehrfahrzeug fährt mit Blaulicht auf einer Straße. In der Fahrerkabine sind Einsatzkräfte in Schutzkleidung zu sehen.
Hitze-Ausnahmezustand in Dresden: Extreme Trockenheit hielt die Feuerwehr am Montag in Atem. Neben rund 260 Rettungseinsätzen forderten Brände in der Centrum-Galerie und am Flughafen sowie hitzebedingte Havarien die Einsatzkräfte. Symbolbild: pixabay/Ralphs_Fotos
Von: Dresden News
Ein Brand mitten in der Centrum-Galerie, ein Waldbrand am Flughafen und ein Rettungsdienst, der zeitweise an seine Grenzen kam: Der Montag hatte für Dresdens Feuerwehr fast alles zu bieten. Und ein Faktor zog sich durch fast jeden Einsatz.

Dresden. Es war ein Tag, an dem die Feuerwehr Dresden all das zeigen musste, wofür sie da ist - retten, löschen, bergen, schützen. Am Montag, dem 10. August 2026, rückten die Einsatzkräfte zu einer ganzen Reihe sehr unterschiedlicher Lagen im Stadtgebiet aus. Der gemeinsame Nenner der meisten davon: die anhaltende Hitze und Trockenheit.

Ein fordernder Tag für den Rettungsdienst

Die Zahlen zeigen einen arbeitsreichen Tag: Innerhalb von 24 Stunden wurde der Rettungsdienst 259-mal alarmiert, in 75 Fällen musste ein Notarzt ausrücken, dazu kamen 154 qualifizierte Krankentransporte und drei Einsätze des Rettungshubschraubers - vom Rekordwert Ende Juni mit 318 Alarmierungen war der Montag aber nich ein gutes Stück entfernt. Deutlich zu spüren war die Belastung dennoch zwischen 13:30 und 18 Uhr, als das Notfallaufkommen so anstieg, dass die Feuer- und Rettungswache Striesen drei zusätzliche Rettungswagen besetzen musste. Parallel verzeichnete die Feuerwehr 38 Einsätze, darunter sieben Brände.

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Brandalarm mitten in der Centrum-Galerie

Für den wohl aufsehenerregendsten Einsatz des Tages sorgte am Abend die Centrum-Galerie an der Prager Straße. Um 18:20 Uhr schlug die automatische Brandmeldeanlage des Einkaufszentrums Alarm - und tatsächlich stellten die Einsatzkräfte in einem Technikraum eine Verrauchung fest. Die Ursache: ein brennender Kondensator in einem Schaltschrank. Für Kunden und Personal ging der Schreck jedoch glimpflich aus. Das Feuer ließ sich mit einem CO₂-Löscher rasch ersticken, der Bereich wurde entraucht, verletzt wurde niemand, Gebäudeschäden entstanden nicht. Im Einsatz waren dennoch 36 Kräfte aus allen Feuer- und Rettungswachen.

Wenn die Hitze zum Brandbeschleuniger wird

Wie schnell es bei dieser Trockenheit brenzlig wird, zeigte der Vormittag in Striesen-Süd. An der Müller-Berset-Straße hatte bei Unkrautarbeiten mit einem Bunsenbrenner ein Funke auf eine Hecke vor einem Mehrfamilienhaus übergegriffen. Bereits auf der Anfahrt meldeten die Kräfte starke Rauchentwicklung; Mitarbeiter der Wohnungsgenossenschaft versuchten noch mit dem Gartenschlauch zu löschen. Über gekippte Fenster war Rauch in mehrere Wohnungen gezogen und hatte Rauchmelder ausgelöst - eine Wohnung musste die Feuerwehr schadfrei öffnen. Verletzt wurde niemand.

Deutlich größer war die Lage am Nachmittag bei Weixdorf. Gegen 16:15 Uhr brannten auf einem Feld- und Waldweg rund 1.000 Quadratmeter Unterholz - die Rauchsäule war sogar vom Tower des Dresdner Flughafens aus zu sehen. Gemeinsam mit der Flughafenfeuerwehr und den Stadtteilfeuerwehren Klotzsche, Langebrück und Weixdorf brachten die Einsatzkräfte den Brand unter Kontrolle, legten zahlreiche Schwelstellen frei und schufen mit Motorsägen Platz für die Löscharbeiten.

Verformte Ammoniak-Behälter im Kraftwerk

Für einen ungewöhnlichen Einsatz sorgte die Hitze am Abend im Gasturbinenheizkraftwerk der SachsenEnergie an der Oederaner Straße in Löbtau. Dort hatten die hohen Temperaturen im Maschinenhaus dazu geführt, dass sich mehrere Behälter mit Ammoniaklösung stark verformten. Entwarnung gab es aber rasch: Weder Undichtigkeiten noch eine erhöhte Ammoniakkonzentration wurden festgestellt. Ein speziell ausgerüsteter Trupp brachte die 14 Behälter mit je 20 Litern Inhalt unter Atemschutz vorsorglich in einen kühleren Bereich.

Glücklicher Ausgang - besonders für einen Vierbeiner

Nicht alle Einsätze hatten mit der Hitze zu tun, einige aber ein tröstliches Ende. Auf der A17 aus Richtung Prag kam nahe der Anschlussstelle Dresden-Gorbitz ein Pkw von der Fahrbahn ab und prallte in die Leitplanke. Die Fahrerin kam ins Krankenhaus - und auch ihr Hund, der im Auto saß, wurde noch vor Eintreffen der Feuerwehr in Sicherheit gebracht und anschließend in die Obhut eines Tierheims gegeben. Auf der Leipziger Straße in Trachau stießen zudem ein Auto und ein Motorrad zusammen; beide Fahrer wurden zur Behandlung in Kliniken gebracht.

Bleibt vorsichtig - gerade bei dieser Hitze. Was sonst in der Stadt passiert, lest ihr in den Dresden News.

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