Dresden. Es war ein Tag, der selbst routinierte Einsatzkräfte forderte: 318 Mal rückten die Rettungskräfte des Dresdner Brand- und Katastrophenschutzamtes innerhalb von 24 Stunden aus - so oft wie an keinem anderen Tag in diesem Jahr. An einem gewöhnlichen Samstag sind es 200 bis 250 Einsätze.
Die Bilanz liest sich wie das Protokoll einer Großstadt unter Hochdruck: 317 Mal fuhren die Rettungswagen durch das Stadtgebiet, 86 Mal eilte ein Notarzt hinzu, achtmal hob der Rettungshubschrauber Christoph 38 ab. Herz-Kreislauf-Notfälle, Schlaganfälle, Stürze, Verkehrsunfälle - und immer wieder Menschen, denen die Hitze zusetzte. Rund 18 Einsätze stuften die Disponenten der Leitstelle als möglicherweise hitzebedingt ein: Kreislaufprobleme, Schwindel, Flüssigkeitsmangel. Ob das Wetter tatsächlich die Ursache war, lässt sich anhand der Notrufe allein allerdings nicht abschließend sagen.