Dresden: Erste Teile der Nossener Brücke sind weg
Dresden. Wer in diesen Tagen über die Nossener Brücke fährt, merkt vom Rückbau kaum etwas: Der Verkehr kann die Brücke weiterhin mit je einer Fahrspur pro Richtung nutzen. Und das, obwohl am vergangenen Wochenende bereits erste Teile des Bauwerks demontiert wurden.
Nachdem in den letzten Wochen auf der Nordseite schon Fahrbahnbeläge, Fußwege und die Brückenausstattung entfernt worden waren, ging es nun ans Eingemachte: Fachleute schnitten einzelne Segmente des nördlichen Kragarms - also des seitlichen Überhangs der Brücke - direkt vom Stahlüberbau ab, hoben sie mit einem Mobilkran aus und transportierten sie ab. Dass der Kragarm jetzt fehlt, ist für die Standsicherheit kein Problem: Die Tragfähigkeit der Brücke bleibt unverändert.
Rückbau der Nossener Brücke: Das ist der Grund für die Arbeiten
Hintergrund der Aktion ist die neue Campuslinie. Der Rückbau schafft Platz für die neuen Oberleitungsmasten im Gleisbereich der Deutschen Bahn. Während oben der Verkehr ungehindert lief, mussten die Gleise unterhalb der Baustelle zeitweise für Züge gesperrt werden - Beeinträchtigungen im Regional- und Fernbahnverkehr gab es aber nicht. Die Arbeiten am Brückenzug laufen parallel weiter.
Ganz ohne Sperrungen kommen die Dresdner allerdings nicht durch das Projekt. Ab Herbst 2026 soll auch die Rohrbrücke der Fernwärmetrasse vom Kraftwerk Nossener Brücke zurückgebaut werden - und zwar von der Straßenbrücke aus. Dann kommen größere Kräne zum Einsatz, und die Brücke wird nachts zeitweise voll gesperrt.
Wie der Rückbau im Detail abläuft, zeigt ein Video zum Bauablauf.