Dresden. Man muss dem grauen Kasten eines lassen: Langweilig wird es mit ihm nie. Erst stand Dresdens bekanntester Messanhänger „HWI-VE 159" brav an der Pirnaer Straße in Eschdorf und nahm den Verkehr Richtung Radeberg ins Visier. Jetzt ist er weitergezogen - rund 2,1 Kilometer in genau diese Richtung - und hat dabei eine Volte vollführt, die man einem Anhänger gar nicht zutrauen würde: eine 180-Grad-Drehung. Wer zuletzt entspannt durchatmete, weil er den Blitzer im Rückspiegel verschwinden sah, erlebt nun die Quittung. Das Gerät blitzt jetzt die Gegenrichtung.
Sein neuer Posten: die Ecke Radeberger Landstraße / Rossendorfer Ring, mitten in der Pampa zwischen Feldern und Stromtrassen. Ins Visier nimmt er von hier aus alle, die zu flott Richtung Eschdorf unterwegs sind - erlaubt sind hier Tempo 50. Es ist die klassische 159-Logik: dort hinstellen, wo die Pendler nach der Ortsdurchfahrt gern mal beschleunigen und das Gaspedal mit dem Ortsausgangsschild verwechseln.