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Feiger Anschlag in Dresden: Getarnter Superblitzer sollte brennen!

Ein olivgrün lackierter, kantiger Blitzer-Anhänger (Enforcement Trailer) steht am Straßenrand der Meißner Landstraße im Gras vor Bäumen und Hecken. Auf der robusten Außenhülle sind leichte Spuren des gelöschten Brandes zu sehen.
Feuriger Anschlag auf den Neuzugang: Unbekannte haben versucht, Dresdens neuen, olivgrünen Tarn-Blitzer „HWI-VE 213“ an der Meißner Landstraße abzufackeln. Das Täuschungsmanöver im Gebüsch flog zwar auf, doch das Gerät trotzte den Flammen und blitzt unverdrossen weiter. Archivfoto: CdH
Von: Marek Nowak
In der Nacht zu Sonntag eskalierte der Frust über Dresdens neue Radar-Flotte komplett. Unbekannte machten gezielt Jagd auf den brandneuen, olivgrünen „Panzer-Blitzer“ in Briesnitz und steckten ihn in Brand. Doch der Plan der Täter ging gründlich schief.

Dresden. Erst war er kaum zu sehen, dann stand er beinahe in Flammen: In der Nacht zu Sonntag haben Unbekannte versucht, Dresdens nagelneuen „Superblitzer" an der Meißner Landstraße in Briesnitz in Brand zu setzen. Zwischen 22:50 und 23:40 Uhr bemerkten Passanten das Feuer am Straßenrand und schlugen Alarm. Gemeinsam mit der Polizei löschten sie die Flammen noch, bevor die Feuerwehr eintraf – die Berufsfeuerwehr aus Übigau kontrollierte anschließend nur noch, ob das Feuer ins Innere vorgedrungen war.

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Ausgerechnet der getarnte grüne Blitzer „HWI-VE 213"

Pikant daran: Es traf ausgerechnet den getarnten Neuzugang im Fuhrpark des Ordnungsamts. Der olivgrün lackierte Anhänger „HWI-VE 213" war erst vor wenigen Tagen nach Briesnitz umgezogen und sollte sich dank seiner Sonderlackierung möglichst unauffällig zwischen Rasen, Sträuchern und Bäumen verstecken. Vor zu schnellen Autofahrern verschmolz er fast mit dem Grün - die Täter fanden ihn dennoch.

Standorte der Superblitzer in Dresden: Wo „159" und „167" jetzt stehen

Seine beiden grauen Brüder blieben bislang verschont und stehen weiter auf Streife durch die Stadt: „HWI-VE 159" lauert an einer Bushaltestelle an der Pirnaer Straße in Eschdorf und nimmt den Verkehr in Richtung Radeberg ins Visier, wo Tempo 30 gilt. „HWI-VE 167" misst in der Wilhelm-Franke-Straße in Leubnitz-Neuostra, ebenfalls in einer Tempo-30-Zone, gut versteckt hinter Gebüsch. Anders als der grüne Neuling bleiben die beiden zwischen Asphalt und Hausfassaden aber meist sichtbar.

Trotz Brandstiftung: Dresdens Superblitzer blitzt weiter

Den Brandstifter dürfte das Ergebnis enttäuschen: Beschädigt wurde nur die Außenhülle, ins Innere drang das Feuer nicht. Der Anhänger blitzt laut Tag24 unverdrossen weiter, auch die gespeicherten Aufnahmen blieben erhalten. Wie hoch der Schaden ausfällt, ist noch offen. Die Polizei ermittelt wegen versuchter Brandstiftung.