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Dresden baut die „schlaue“ Bergstraße

Ein rundes Verkehrsschild mit rotem Rand und weißem Grund zeigt die schwarze Zahl 30. Das Schild steht farbig im Fokus vor einem dicht bewachsenen, verschwommenen Hintergrund aus Blättern und Bäumen in Schwarz-Weiß-Optik.
Nadelöhr Bergstraße: Von Dienstag bis Freitag gilt stadteinwärts auf Höhe Böllstraße vorübergehend Tempo 30. Grund für die viertägige Einschränkung ist der Einbau moderner Achslast- und Temperatursensoren. Symbolbild: pixabay/doanme
Von: Dresden News
Wer ab Dienstag stadteinwärts über die Bergstraße rollt, muss sich auf eine Spur einordnen. Was dort in den Asphalt eingelassen wird, gehört zu einem Millionenprojekt - und soll Dresdens Schlaglöcher künftig vorhersehbar machen.

Dresden. Vier Tage Nadelöhr auf einer der wichtigsten Einfallstraßen: Von Dienstag, 14. Juli, bis einschließlich Freitag, 17. Juli 2026, steht auf der Bergstraße stadteinwärts auf Höhe der Böllstraße nur ein Fahrstreifen zur Verfügung. Passieren lässt sich die Stelle Richtung Zentrum mit Tempo 30.

Der Grund ist klein, aber folgenreich: In die Fahrbahn kommen Achslast- und Temperatursensoren. Sie wiegen künftig Fahrzeuge im fließenden Verkehr und messen gleichzeitig, wie heiß oder kalt der Asphalt an der Oberfläche und in den tieferen Schichten ist.

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Die Bergstraße ist damit kein Einzelfall, sondern Teil eines größeren Vorhabens. Unter dem Titel „Strategisches Erhaltungsmanagement" baut die Stadt insgesamt fünf solcher Kontrollpunkte auf; drei arbeiten bereits auf der Tharandter Straße, der Dohnaer Straße und der Washingtonstraße. Die Stauffenbergallee folgt noch.

Parallel dazu fährt seit dem 22. Juni ein Spezialfahrzeug rund 1.830 Kilometer Dresdner Asphalt ab und dokumentiert per Laserscanner Schäden bis hinunter zu Rissen von einem halben Millimeter Breite. Bis September soll die Erfassung laufen.

1,3 Millionen Euro und ein Systemwechsel bei der Sanierung

Aus beiden Datenquellen zusammen soll eine Software künftig prognostizieren, welche Straßenabschnitte wann und mit welcher Priorität repariert werden müssen - statt zu warten, bis das Schlagloch da ist. Das Gesamtbudget liegt bei rund 1,3 Millionen Euro, finanziert zu 65 Prozent über KfW-Fördermittel aus dem Bundesprogramm „Smart City".

Für Pendler heißt das zunächst schlicht: In dieser Woche etwas Zeit einplanen. Die Bergstraße lernt gerade, selbst mitzuzählen, was sie aushalten muss.

Service: Bergstraße stadteinwärts, Höhe Böllstraße, Dienstag, 14. Juli, bis Freitag, 17. Juli 2026. Ein Fahrstreifen, Tempo 30. Stadtauswärts keine Einschränkungen.

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