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Tierischer Besuch stoppt morgendlichen Berufsverkehr nach Dresden

Drei Pferde – zwei braune und ein weiß-braun geschecktes – laufen hintereinander auf den Schottersteinen einer zweigleisigen Eisenbahnstrecke. Am blauen Himmel verlaufen Oberleitungen, während links die tiefstehende Morgensonne hell ins Bild scheint.
Gefährlicher Frühausflug: Am Montagmorgen liefen drei entlaufene Pferde zwischen Radebeul-Nauendorf und Niederwartha auf den Gleisen. Die Bundespolizei konnte die Tiere retten, doch im Pendlerverkehr kam es zu massiven Verspätungen. Foto: Bundespolizei Dresden
Von: Cornelius de Haas
Es dämmert gerade, als ein Lokführer zwischen Radebeul-Nauendorf und Niederwartha auf die Bremse geht: Drei Pferde stehen mitten im Gleis. Was folgt, ist eine Verfolgungsjagd im Morgengrauen - und ein Bahnverkehr, der komplett stillsteht.

Dresden/Radebeul. Es ist kurz vor sechs am Montagmorgen, als der Lokführer seinen Augen kaum traut. Zwischen Radebeul-Nauendorf und Niederwartha stehen drei Pferde im Gleis. Er bremst, der Zug kommt auf freier Strecke zum Stehen. Wenige Minuten später ist die Bahnstrecke komplett gesperrt.

Beamte der Bundespolizeiinspektion Dresden rücken aus und nehmen die Ausreißer in Empfang. Sie treiben die Tiere behutsam aus dem Gefahrenbereich - alle drei bleiben unverletzt. Mitarbeiter eines angrenzenden Pferdehofs übernehmen die Pferde noch an Ort und Stelle und bringen sie zurück auf die Koppel.

Dort findet sich auch die Erklärung für den Frühausflug: Der Elektrozaun war defekt. Was die Tiere sonst zuverlässig auf der Weide hält, hatte in dieser Nacht schlicht keinen Strom.

Um 06:45 Uhr rollen die Züge wieder -  doch der Berufsverkehr hat da bereits gelitten. Zwei Züge fielen komplett aus, vier weitere sammelten zusammen 180 Minuten Verspätung.

Cornelius de Haas
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Cornelius de Haas

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