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Unsichtbarer Coup am Hauptbahnhof Dresden: Taschendieb nutzt irren Täuschungs-Trick

Blick in die große, lichtdurchflutete Halle des Dresdner Hauptbahnhofs mit markanter Dachkonstruktion aus Stahl. Mehrere Reisende laufen mit Gepäck auf den Bahnsteigen vor den Gleisen. Im Hintergrund befinden sich Geschäfte in historischen Fassaden.
Dreister Diebstahl im Hauptbahnhof: Ein schlafender Mann wurde in der Kuppelhalle bestohlen. Dank Videoaufnahmen schnappte die Bundespolizei Dresden den polizeibekannten Täter nur wenige Stunden später ganz in der Nähe. Symbolfoto: CdH
Von: Dresden News
Ein Mann schläft betrunken auf einer Bank in der Kuppelhalle, ein anderer beugt sich über ihn – und legt anschließend zurück, was er ausgeräumt hat. Der Trick sollte den Diebstahl verschleiern. Doch die Kamera hatte längst mitgeschaut.

Dresden. Der Mann merkte erst am Taxi, dass etwas fehlte. Zahlen wollte er, doch die Geldbörse war leer - rund 200 Euro weg. Am frühen Sonntagmorgen stand der 49-Jährige schwankend auf der Wache der Bundespolizei im Hauptbahnhof. Was in der Nacht passiert war, konnte er kaum rekonstruieren: Ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab 1,9 Promille.

Der Trick mit der Jacke

Aufklärung brachte das Videomaterial, das die Beamten sofort auswerteten. Die Bilder zeigen, wie sich gegen 1 Uhr ein älterer Mann der Bank in der Kuppelhalle nähert, auf der das Opfer schläft. Er verdeckt seine Hand mit einer Jacke und zieht die Geldbörse heraus.

Und dann kommt der Zug, der die Tat verschleiern sollte: Wenige Minuten später schiebt der Täter dem Schlafenden die geleerte Börse unbemerkt wieder zu. Wer nichts vermisst, meldet nichts - so das Kalkül. Es ging nicht auf.

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Sechs Stunden später auf derselben Bank

Mit den Aufnahmen und einer präzisen Täterbeschreibung fahndeten die Bundespolizisten - und wurden schnell fündig. Gegen 07:50 Uhr erkannten Einsatzkräfte den Verdächtigen wieder. Er saß auf einer Bank vor dem Haupteingang, keine 100 Meter vom Tatort entfernt. Die Beamten nahmen ihn vorläufig fest.

Bei ihm fanden sie knapp 184 Euro Bargeld - mutmaßlich das Diebesgut.

Von drei Staatsanwaltschaften gesucht

Der 58-jährige Rumäne ist wegen Diebstahls bereits einschlägig polizeibekannt. Mehr noch: Gleich drei Staatsanwaltschaften suchten nach ihm zur Aufenthaltsermittlung. Gegen ihn wird nun wegen besonders schweren Falls von Diebstahl ermittelt.

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