Dresden. Eine veränderte Ampelschaltung hier, ein verlegter Radfahrstreifen dort: Dresdens Kampf gegen schwere Verkehrsunfälle wird an vielen Kreuzungen zugleich geführt, oft unscheinbar, und er zeigt Wirkung. Die Zahl der Schwerverletzten im Straßenverkehr ist seit 2017 um rund 20 Prozent zurückgegangen, von 442 auf 356 Personen im Jahr 2025, wie die Stadt Dresden am Donnerstag auf einer Pressekonferenz zur Verkehrssicherheit mitteilte. Möglich gemacht hätten das die systematische Auswertung des Unfallgeschehens und die gezielte Entschärfung von Unfallschwerpunkten.
Entschärfte Unfallschwerpunkte: Albertbrücke als Beispiel
Zu den bereits umgebauten Stellen zählen die Kreuzungen Fritz-Löffler-Straße/Reichenbachstraße in der Südvorstadt, Lohrmannstraße/Enno-Heidebroek-Straße in Reick und Schandauer Straße/Bergmannstraße in Striesen sowie die Brückenköpfe der Waldschlößchenbrücke an der Fetscherstraße und der Albertbrücke am Sachsenplatz, beide in der Johannstadt. Durch veränderte Radverkehrsführungen, neue Ampelschaltungen und bauliche Anpassungen seien dort Konflikte entschärft worden.
Als deutlichstes Beispiel nannte die Stadt den Altstädter Brückenkopf der Albertbrücke. Seit dort getrennte Ampelphasen für Auto- und Radverkehr gelten, sei die Zahl der Unfälle mit Verletzten binnen eines Jahres von 15 auf null gesunken. Die neue Ampelschaltung hatte zum Teil scharfe Kritik ausgelöst. Kühn wies sie zurück: „Es wäre schön, wenn man die Fachleute erst einmal machen lassen würde.“