Dresden. Es ist eine ungewöhnliche Art, einen Film zu bezahlen: Bis zu zweimal in der Woche setzen sich Jacob (23) und Julian Wallner (26) in einen Spendersessel, sehen zu, wie ihr Blutplasma in den Beutel läuft. Die Aufwandsentschädigung stecken sie anschließend direkt in ihr eigenes Projekt. „Vampire, Blut - das lag einfach nahe", sagen die beiden Brüder und lachen. Rund 1.500 bis 2.000 Euro wollen sie allein auf diese Weise zusammentragen. Herzblut, im Wortsinn.
Vampire als die Guten: die Geschichte des Kurzfilms
Erzählt wird eine Geschichte, die den Vampirmythos umdreht. Nicht die Blutsauger sind hier die Bösen, sondern die Gejagten. Im Zentrum steht eine junge Vampirin, gespielt von Stuntdarstellerin Samia Hofmann, die alles daransetzt, ihre Tochter zu beschützen, während beide von zwielichtigen Gestalten verfolgt werden. Die zehnjährige Tochter verkörpert die Dresdner Nachwuchsschauspielerin Charlotte Blenz, ein Casting-Tipp der Wallner-Mutter.
„Es geht um die Frage, wie weit eine Mutter geht, um ihr Kind zu schützen - in einer Umgebung, die ihr feindlich gegenübersteht", beschreiben die Macher den Kern. Actiongeladen soll es werden, aber keine Materialschlacht mit explodierenden Autos: Der Fokus liegt auf körperlicher Action, auf Fight-Choreografien, aber auch auf Emotion. Als Inspiration nennen die Brüder unter anderem die „Blade"-Filme aus den späten 1990er- und frühen 2000er-Jahren.

