Angesichts immer geringerer Wasserstände fordern die Grünen in Sachsen-Anhalt einen Ausbaustopp der Elbe. Der Buhnenausbau, der eigentlich dafür sorgen soll, dass die Elbe schiffbar bleibt, habe die Situation ins Gegenteil verkehrt, sagt die Vorsitzende der Grünen-Fraktion im Landtag, Cornelia Lüddemann. Weil es große Phasen von Niedrigwasser gebe, führe das dazu, dass die Elbe versande und Grundwasser aus der Umgebung abgezogen werde. «Die wirtschaftliche Entwicklung liegt im Tourismus.»
Wie aus den Antworten der Landesregierung auf eine Große Anfrage der Grünen hervorgeht, ist der Güterumschlag an den Binnenhäfen der Elbe rückläufig. Seit 2010 sei der Güterumschlag in den reinen Elbehäfen um 93 Prozent zurückgegangen, so die Grünen. «Die Elbe ist keine Wasserstraße mehr», sagte Lüddemann.
Die Landesregierung weist jedoch darauf hin: «Die Elbe ist weiterhin die wichtigste Wasserstraße des Landes.» Die Verkehrsachse entlang der Elbe habe im transeuropäischen Verkehrsnetz einen hohen Stellenwert zur Stärkung des Binnenmarktes. Ziel der Landesregierung sei es, Güter verstärkt auf den Wasserstraßen als umweltfreundliche Verkehrsträger zu transportieren.