In sächsischen Pflegeheimen hat es im vergangenen Jahr fast ein Sechstel mehr Diebstähle gegeben. Knapp 550 Fälle hat die Polizei 2025 erfasst – etwa 16 Prozent mehr als im Vorjahr, wie aus einer Antwort des Gesundheitsministeriums auf eine Anfrage des BSW-Fraktionsvorsitzenden Ronny Kupke hervorgeht. Lediglich rund ein Viertel der Fälle wurde demnach aufgeklärt. Kupke fordert sofortige Schutzmaßnahmen und unabhängige, leicht erreichbare Beschwerdewege. «Wir müssen dringend wissen, ob hier hochprofessionelle Banden ihr Unwesen treiben oder ob die Heime ein strukturelles Sicherheitsproblem haben», sagte er laut Mitteilung. Der Regierung warf er vor, die Verantwortung an Heime und Bewohner abzuschieben. Ratschläge des Ministeriums, wie etwa keine größeren Geldbeträge oder teuren Schmuck in Einrichtungen mitzunehmen oder auf abgestellte Handtaschen zu achten, nannte der BSW-Abgeordnete zynisch. Es gehe oft um Menschen mit Demenz oder schwersten körperlichen Einschränkungen, die ihre Habseligkeiten nicht selbst sichern oder einen Verlust überhaupt noch rechtzeitig bemerken können. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten