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Ältere Fachkräfte mit Schwierigkeiten auf dem Arbeitsmarkt

Ältere Fachkräfte mit Schwierigkeiten auf dem Arbeitsmarkt
Sächsische Frauen sind im Schnitt knapp dreieinhalb Jahre älter als Männer. (Symbolbild) / Foto: Jan Woitas/dpa
Das Durchschnittsalter in Sachsen steigt. Doch gerade ältere Fachkräfte stehen auf dem Arbeitsmarkt vor Hürden stehen.

Während das Durchschnittsalter der Menschen in Sachsen immer weiter steigt, mahnt die Arbeitsagentur Schwierigkeiten älterer Fachkräfte bei der Jobsuche an. «Sie werden seltener arbeitslos aufgrund ihrer Kompetenzen und Erfahrungen, aber wenn sie dann einmal arbeitslos sind, ist dieser Wiedereinstieg in Beschäftigung erschwert», sagte Klaus-Peter Hansen, Chef der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in Chemnitz.

Dabei würden ältere Beschäftige angesichts des demografischen Wandels immer wichtiger für den Arbeitsmarkt: Knapp jeder vierte Beschäftigte in Sachsen ist laut Angaben der Regionaldirektion mehr als 55 Jahre alt. 

Durchschnittsalter in Sachsen höher

Dieser Anteil dürfte in den kommenden Jahren wachsen, wie aus Daten des Statistischen Landesamtes hervorgeht. In den vergangenen 15 Jahren ist das Durchschnittsalter der Bevölkerung in Sachsen um knapp zehn Monate auf 47,2 Jahre gestiegen. Der Freistaat gehört damit zu den Bundesländern mit überdurchschnittlich alter Bevölkerung (Bundesschnitt: 45 Jahre). 

Wegen dieser Entwicklung scheiden laut Regionaldirektion jedes Jahr rund 20.000 Menschen mehr aus dem Erwerbsleben aus, als junge Menschen nachrücken. Den entstehenden Fachkräftemangel könnten Arbeitgeber demnach lindern, indem sie Bewerbern über 55 Jahren mehr Chancen einräumen. 

Mehr Menschen über 55 arbeitslos

In Sachsen ist die Beschäftigungsgruppe in der Altersgruppe von 55 bis 60 Jahren mit 71,5 Prozent bundesweit am höchsten. Trotzdem sieht die Regionaldirektion angesichts einer steigenden Anzahl Arbeitsloser über 55 Jahren ungenutzte Potenziale: Im September waren den Angaben nach 39.976 Menschen in diesem Alter arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr waren das mehr als 1.000 Menschen mehr - und das, obwohl es sich zu 80 Prozent um qualifizierte Fachkräfte handle. 

«Ihre Erfahrung ist eigentlich unbezahlbar», sagte Hansen. Trotzdem stelle man auch in Sachsen immer wieder fest, dass die Personalverantwortlichen in Unternehmen damit hadern, Älteren eine Chance zu geben - obwohl sie oft selbst im gleichen Alter seien.

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