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Personalsorgen in der Pflege trotz immer mehr Auszubildenden

Personalsorgen in der Pflege trotz immer mehr Auszubildenden
In Sachsen kommt auf zwei freie Stellen in der Pflege lediglich eine arbeitslose Fachkraft. (Symbolbild) / Foto: Hendrik Schmidt/dpa
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Immer mehr Menschen arbeiten in der Pflege – trotzdem bleibt der Fachkräftemangel in Sachsen akut. Warum die Suche nach Personal schwierig ist und was helfen könnte.

Trotz eines deutlichen Anstiegs bei Auszubildenden und Fachkräften herrschen in den Pflegeberufen große Personalsorgen. «In der Pflege gab und gibt es ein echtes Fachkräfteproblem - dieses wird bleiben und wachsen», teilte eine Sprecherin der Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit mit. 

Die Nachfrage nach Pflegekräften ist demnach in den letzten Jahren deutlich gestiegen, arbeitslose Fachkräfte gibt es kaum: Auf zwei freie Stellen kommt in Sachsen demnach aktuell lediglich eine ausgebildete Pflegekraft auf Arbeitssuche - ein akuter Engpass. Die Besetzung freier Stellen dauert daher aktuell besonders lange. Regional gibt es dabei Unterschiede: Tendenziell sind die Herausforderungen in ländlichen Regionen deutlich höher als in den Städten.

Immer mehr Menschen arbeiten in der Pflege

Und das, obwohl immer mehr junge (und teils auch ältere) Menschen sich für einen Pflegeberuf entscheiden: 11.320 Menschen machen laut aktuellstem Datenstand vom vergangenen Februar eine Ausbildung in den Gesundheitsberufen, darunter Krankenpflege, Geburtshilfe und Altenpflege. In den vergangenen zehn Jahren stieg die Zahl um fast 80 Prozent. Allein rund 4.150 Auszubildende starteten laut Daten des Statistischen Landesamtes im vergangenen Jahr. 

Auch bei den angestellten Pflegekräften gingen die Beschäftigungszahlen kräftig nach oben: 113.240 Beschäftigte waren es im Februar - damit sind seit 2016 rund 23.000 neue Jobs entstanden. Besonders stark stieg die Zahl der Beschäftigten im Helferbereich. Dort arbeiteten zuletzt knapp 35.000 Menschen - ein Plus von 50 Prozent. 

Doch weil in den kommenden Jahren viele der Fachkräfte das Rentenalter erreichen, muss laut Regionaldirektion bis 2040 voraussichtlich jede zweite Stelle nachbesetzt werden. Hinzu kommt zusätzlicher Personalbedarf durch den Anstieg der Zahl der Pflegebedürftigen, der wegen der alternden Bevölkerung und des medizinischen Fortschritts zu erwarten ist.

2040 droht große Personallücke

Um die Pflege abzusichern, braucht Sachsen bis 2040 daher bis zu 21.000 zusätzliche Vollzeitbeschäftigte in der Pflege, wie aus einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, der Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit, hervorgeht. Da mehr als jede zweite Pflegekraft in Teilzeit arbeite, sei der tatsächliche Personalbedarf noch deutlich höher, so die Sprecherin der Regionaldirektion.

Um die Lücke zu schließen, gibt es demnach viele Ansätze. Dazu gehörten beispielsweise die Ausweitung der Arbeitszeit von Teil- auf Vollzeit und die Qualifizierung von Helfern zu Fachkräften. Zudem müsse man die Rahmenbedingungen des Pflegeberufs attraktiver gestalten, etwa durch Tarifbindung und höhere Löhne.

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