Drei Wochen nach ihrer Ablösung als Staatsministerin für Sport und Ehrenamt hat die sächsische CDU-Politikerin Christiane Schenderlein offen über ihre Enttäuschung gesprochen. Zugleich betonte die 44-Jährige in einem Interview der «Leipziger Volkszeitung» und «Sächsischen Zeitung», dass Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ihre Entlassung nach eigener Aussage nicht mit Fehlern ihrerseits begründet habe.
«Ich war überrascht und selbstverständlich auch enttäuscht gewesen», sagte Schenderlein. Das Amt habe ihr viel Freude gemacht, sie hätte die Arbeit gerne weitergeführt.
Merz habe sie auf dem Rückweg aus ihrem Urlaub angerufen und über seine Entscheidung informiert. Dabei habe der Kanzler deutlich gemacht, dass die Entlassung nichts mit ihr zu tun habe. Er sei mit ihrer Arbeit zufrieden gewesen, wünsche aber eine Neuausrichtung des Amtes «mit einer Person, die einen gewissen Bekanntheitsgrad hat».