Die Regierungschefs der ostdeutschen Länder haben Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) auf die Unzufriedenheit in diesem Teil Deutschlands hingewiesen. «Wir haben dem Bundeskanzler deutlich gemacht, dass es im Osten viel Unmut gibt und dass die Stimmung besser werden muss», erklärte Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) nach dem ersten Treffen der Ost-Ministerpräsidenten mit Merz auf Schloss Ettersburg in Thüringen.
«Es geht um Wahrnehmung, es geht um Respekt und es geht darum, dass der Osten weiter in seiner wirtschaftlichen Entwicklung unterstützt werden muss», stellte Schwesig fest.
In Mecklenburg-Vorpommern wird in einem Jahr ein neuer Landtag gewählt. Eine am Donnerstag veröffentlichte Wahlumfrage im Auftrag des NDR sieht die AfD mit 38 Prozent auf Platz eins. Schwesigs SPD kam in der Umfrage nur auf 19 Prozent, die CDU auf 13 Prozent.