Einst war es der gefürchtete Todesstreifen, die Trennzone zwischen zwei Staaten und zwei Systemen - und heute ein wertvolles Naturschutzgebiet: das «Grüne Band» an der ehemaligen Grenze zwischen BRD und DDR. Die drei Bundesländer Bayern, Sachsen und Thüringen starten nun das Naturschutzgroßprojekt «Grünes Band Dreiländereck». Erwartet wird heute (Montag) in Mödlareuth, dem einst geteilten Dorf, auch Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD). Ziele sind, das «Grüne Band» und sein Umfeld zu erhalten und zu entwickeln.
Dass die Grenze zwischen den beiden Staaten so stark abgeriegelt war, verschaffte der Natur eine «Atempause», wie es beim Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) heißt: «Der Grenzstreifen wurde zum Refugium für mehr als 1.200 seltene und gefährdete Pflanzen und Tiere.» Nach dem Fall der Mauer sei hier eines der größten und bedeutsamsten Naturschutzprojekte geschaffen worden. Das «Grüne Band» zieht sich von der Ostsee bis nach Bayern auf etwa 1.400 Kilometern.