Von Munch bis Street-Art, von Schokolade bis Holzspielzeug: Als Kulturhauptstadt Europas 2025 legt Chemnitz in der zweiten Sommerhälfte noch einmal nach. Noch bis 10. August läuft die viel beachtete Kunstschau «European Realities» im Museum Gunzenhauser, danach nehmen die Kunstsammlungen am Theaterplatz den norwegischen Künstler Edvard Munch und das Gefühl der Angst in den Blick.
Derweil arbeiten 70 Graffiti-Künstler, Duos und Kollektive aus 25 Ländern daran, ein ehemaliges Krankenhaus in eine Galerie für urbane Kunst zu verwandeln. Das Ergebnis können Interessierte ab 22. August an drei Wochenenden inspizieren.
Die Munch-Schau gilt als einer der Höhepunkte im Kulturhauptstadtjahr. Der Maler-Star war 1905 selbst in Chemnitz und schuf hier mehrere Gemälde. Die Ausstellung wird nach Angaben der Kunstsammlungen 140 Gemälde, Grafiken, Fotografien, Skulpturen und Videoinstallationen zu den Themen Angst und Einsamkeit umfassen. Dabei treffen Munchs Arbeiten auf Positionen anderer Künstler wie Max Klinger, Karl Schmidt-Rottluff, Francisco de Goya, Neo Rauch und Marina Abramović. Von seinem bekanntesten Motiv des Schreis wird eine Lithografie gezeigt, zusammen mit Andy Warhols Interpretation «The Scream».